Organisationen
Servicestelle Jugendbeteiligung
Die SJB wurde 2001 von Jugendlichen in Berlin gegründet. Das Ziel war es, in bundesweites Netzwerk aus Jugendlichen zur Unterstützung von Jugendbeteiligung auf allen Ebenen aufzubauen. Mittlerweile besteht das Netzwerk aus ca. 1200 Infoscouts aus dem gesamten Bundesgebiet, 34 regionalen SJBen und 20 Youth Banks, die auf lokaler und regionaler Ebene arbeiten und der bundesweiten SJB in Berlin. Sie informieren über Beteiligungsmöglichkeiten, beraten wie man sich beteiligen kann, bieten Seminare an und bringen Gleichgesinnte untereinander in Kontakt. Die SJB ist ein informelles Netzwerk von Jugendlichen für Jugendliche.
Viele Jugendliche engagieren sich in regionalen und bundesweiten (Modell-) Projekten für Jugendbeteiligung, die von der Servicestelle Jugendbeteiligung initiiert oder unterstützt werden, z.B.
- Europäischer Pakt für die Jugend (www.jugendbeteiligung.info/pakt)
- Youth Bank (www.youthbank.de)
- Ideen für mehr! Ganztägig Lernen (www.ganztaegig-lernen.org/www/web74.aspx)
- Jugendbeirat von Jugend Online (www.netzcheckers.de)
Die SJB gibt regelmäßige Newsletter heraus und informiert Jugendliche durch Email- und Postversände und auf Veranstaltungen über Möglichkeiten, sich zu engagieren. Um das Wissen und die Erfahrungen, welche die Servicestelle Jugendbeteiligung sammelt, entstanden bereits zwei Tools: eine Sammlung von Praxistipps und das Handbuch zur Unterstützung beim Aufbau und der Arbeit in einer regionalen Servicestelle Jugendbeteiligung.
Trotz großer Fortschritte ist die Vision "effektive Jugendbeteiligung durch Jugendliche auf allen Ebenen" aber noch lange nicht erreicht. Jugendbeteiligung wird jetzt zwar quantitativ mehr praktiziert, das aber in unterschiedlicher Qualität. Der Begriff "Jugendbeteiligung" wird oft unterschiedlich verstanden. Für uns heißt Jugendbeteiligung Selbermachen und Mitentscheiden. Sie wird ermöglicht durch Information, Beratung, Qualifizierung und Vernetzung. Wichtig ist dabei, dass Jugendbeteiligung durch die Betroffenen, also die Jugendlichen selbst, durchgeführt wird.
Die Servicestelle Jugendbeteiligung hat sich auf folgende Grundthesen geeinigt:
- Information ist Grundlage von Beteiligung. "Wenn ich nicht weiß,dass und wie ich mich engagieren kann, kann ich das auch nicht tun."
- Erst kennen, dann können - das Rad nicht neu erfinden. Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden. Aber man kann es noch verbessern. ("Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Aber ich weiß, wer mir helfen kann, mehr zu erfahren.") Dabei ist uns bewusst, dass dadurch ein Spannungsfeld zwischen Reproduktion (alt Bewährtes übernehmen) und Innovation (Neues entwickeln) entsteht, welches, sich gegenseitig ergänzend, wirken soll.
- Viele Wege führen nach Rom. Es gibt nicht DIE eine Form von Jugendbeteiligung. Ein situations- und zielgruppenangepasster Methodenmix führt zu einer qualitativ hochwertigen Beteiligungskultur. (Global denken, lokal handeln.)
- Qualifizierung von Jugendlichen unterstützt ihre Fähigkeit, selbst Beteiligungsstrukturen aufzubauen und eigene Projekte zu machen.
- Bedarfsgerechte, nicht aufgezwungene Unterstützung ermöglicht und erleichtert effektive Beteiligung.
- Persönliche Betroffenheit an einem Thema ist der beste Motivator für Engagement. (Betroffene zu Beteiligten machen.)
Weitere Informationen zur Servicestelle Jugendbeteiligung:







