Das Jugendbündnis Europa
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(dies ist nur ein Vorschlag! Wir stecken gerade mitten im Planungsprozess -> wer sich mit guten Idee und Ratschlägen daran beteiligen möchte, der melde sich bitte bei Jennifer Emmrich jeemmy@hotmail.fr)
Das Jugendbündnis Europa
Das Jugendbündnis Europa (JBE) ist ein offenes und freiwilliges Netzwerk von Jugendorganisationen und Einzelpersonen, das sich gemeinsam für die Jugendbeteiligung zu Europathemen einsetzt.
Es besteht aus Vertreten verschiedener Jugendvereinigungen, die sich in einzeln Projekten bereits mit den Thema Europa befassen, aus sich frei engagierenden Jugendlichen, sowie noch nicht aktiven aber interessierten Jugendlichen.
Wir wollen somit jugendliche Beteiligung unabhängig von Parteien und Verbänden ermöglichen. Da Jugendliche sonst bei der Suche nach einem geeigneten Verbandes das spontan aufkeimende Interesse am Thema verlieren könnten und durch Vereins- oder Parteisatzung wie lange Bearbeitungszeiten gerade jugendlicher Enthusiasmus im Keim erstickte werden könnte. Wir wollen themenzentriert arbeiten und streben dabei eine große Zahl von Aktiven und Gruppen aus verschieden Umfeldern an um auch ein breites Spektrum von Erfahrungen und Meinungen als Ausgangspunkt zu haben.
Allerdings gibt es eine Einschränkung – die Jugendlichkeit. Uns wichtig, dass es sich bei den Aktiven tatsächlich um junge Menschen (im Alter zwischen 8 – 27) handelt und die Jugendlichen ohne Vorgaben aus ihrer eigenen Vorstellung einfallsreich tätig werden können. Das JBE und die durch seine Mitglieder unterstützen Projekte werden vollständig von Jugendlichen organisiert. Sie gestalten die Inhalte, planen Aktionen und leisten die Öffentlichkeitsarbeit.
Dennoch liegt als Jugendliche unser besonderes Interesse daran, dass Politikerinnen nicht fernab von der jungen Generation ein Europa ihrer Vorstellungen schaffen, sondern gemeinsam mit Jugendlichen an der Gestaltung von Europa arbeiten und die junge Bevölkerung besser über die Europathemen informiert wird. Das Jugendbündnis sieht sich auch in der Verantwortung, die gesammelten Positionen der Jugendlichen an EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft heranzutragen und mit ihnen gemeinsam an deren Umsetzung zu arbeiten. Explizit geht es um die Schaffung eines Jugendkomitees für Europa bei dem wir mit PolitikerInnen der relevanten Bundesministerien über unsere Visionen sprechen, aber auch die Möglichkeit erhalten, kritisch auf die Tagespolitik einzuwirken ist uns wichtig. Als Beispiel soll hierfür das bereits erfolgreich arbeitende Jugendkomitee für Erneuerbare Energien im BMU dienen. Dadurch erhalten die Jugendlichen im BMU Informationen aus erster Hand, können sich über Projekte informieren und erhalten die Möglichkeit, sich in den Diskussionsprozess einzuschalten. Auf Fachtagungen und Europakonferenzen suchen wir außerdem den Diskurs mit VertreterInnen von Wirtschaftsunternehmen und –verbänden. Darüber hinaus setzen wir uns für die Bereicherung von offiziellen Delegationen der Bundesregierung zu Europathemen mit Jugendlichen ein.
Im Rahmen des Jugendbündnisses soll es regelmäßige Konferenzen geben, auf denen Ideen ausgetauscht und gebündelt werden können, sowie Projekte erarbeitet und gegenseitige Ressourcen genutzt werden können. Im Anschluss an die Konferenzen wären Gesprächen mit Entscheidungsträgern ideal.
Da wir als Jugendliche nebenschulisch in unserer Freizeit aktiv werden und unser Engagement auf Freiwilligkeit beruht, wollen wir Mitmacher nicht durch Verpflichtungen, wie Leistungsvorgaben, Pflichtveranstaltungen, Bindungen an mindest Mitgliedzeiten abgeschreckt, unter Druck setzten oder einschränken. Jeder interessierte Jugendliche darf und soll mitmachen. Jedoch muss die Möglichkeit zum dauerhaften und intensiven Engagement stets im Vordergrund stehen. Eine zentrale Idee des JBE ist der Gedanke des Informationsflusses vom Kongress (welcher mit aktuellen Informationen aus dem BMFSFJ und anderen Europäischen Institutionen versorgt wird) zu den Jugendlichen in den Regionen und umgekehrt. Es sollen gegenseitig Kenntnisse über die Projekte und Arbeit sowie Ideen ausgetauscht/gebündelt/erweitert werden. So bringen die Jugendlichen die neu gewonnen Information ihr näheres Umfeld in dem dann die einzelnen Projekte verwirklicht werden sollen und Europa im Alltag erkennbar werden soll.
Im Besonderen betont das Jugendbündnis Europa die enorme Bedeutung der Bildung von Kindern und Jugendlichen für gesellschaftliche Veränderungen. Besonders wichtig ist uns deshalb, Kinder schon in frühem Alter für die Idee Europa zu sensibilisieren. An Schulen wollen wir unsere Ideen zu Europa mit möglichst vielen Jugendlichen diskutieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Damit wollen wir zeigen, dass jeder einzelne Europa gestaltet und seinen Beitrag leisten kann. Des Weiteren sollen möglichst viele Jugendliche von den Ideen des JBE und den verschieden Projekten erfahren. Information ist Grundlage von Beteiligung. "Wenn ich nicht weiß, dass und wie ich mich engagieren kann, kann ich das auch nicht tun." (Grundthesen 1 der SJB). Potentielle Interessenten sollen über das JBE, sowie über den Europäischen Pakt für die Jugend informiert werden und die Möglichkeit erhalten sich zu beteiligen. Es sollen möglichst viele Jugendliche, besonders aus kritischen Umfeldern, miteinbezogen werden. Die Jugendlichen wirken als Multiplikatoren, die ihr Wissen an weitere Jugendliche in ihrer Umgebung weitergeben. Dafür wollen wir unser Projekt z.B. in Jugendzentren vorstellen. Unser Netzwerk soll Strukturen für den Austausch mit andern Jugendlichen und Politiken ermöglich. Somit können Jugendliche ebenfalls interessierte Gleichaltrige treffen und einer sinnvollen Aufgabe nachgehen. Wir wollen nicht resignieren sondern bewegen.
Aber nicht nur die deutsche Jugend soll einbezogen werden. Über Medien- und Internet-tools soll europaweit über aktuelle Projekte von Jugendlichen und Vorgänge in der EU berichtet werden kann. Es sollen auf einer Webpage kleine Podcasts zur Verfügung stehen. Auf diesem Weg könnten auch europaweit Idee ausgetauscht und verbreite werden. So kommt es zum Einblick in die Entwicklungen in andern europäischen Ländern und mehr Vertrautheit mit den Nachbarstaaten.
Das JBE bietet höchste Effektivität der Jugendbeteiligung. Durch das Netzwerk an Verbänden und Einzelpersonen, die zum Thema Europa arbeiten, können gegenseitig Ressourcen genutzt werden und die Ideen gezielt ausgeschöpft werden. Die Erarbeitungen konkreter Zukunftsvorschläge werden den Entscheidungsträgern gebündelt vorgetragen und Informationen werden Verbänden und weiten Jugendlichen zugänglich gemacht.
Die Jugendbeteiligung in dieser Form wäre einzigartig in Europa. Somit könnte Deutschland eine besondere Vorbildrolle für nachfolgende Ratspräsidentschaftsländer spielen und dabei die Idee weiter nach Europa tragen. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine halbjährige, nur auf die Ratspräsidentschaft bezogene, Aktion, sondern um eine langfristige, nachhaltige Beteilungsform, die es in Europa zu etablieren gilt.
Europa darf kein Elitenprodukt werden, sondern eines das von untern erwächst. In Zeiten des Demographieproblems müssen in Europa ganz besonders die Ressourcen der Jugend genutzt werden. Die heutige Jugend muss das Europa von Morgen tragen, deshalb ist es besonders wichtig, die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren und sie an Entscheidungen teilhaben zu lassen. Jugendpartizipation zu Europathemen muss als notwendig erachtet werden. Europa lebt in den Regionen und soll daher im Lebensalltag der Jugendlichen integriert werden.
Viele Teilnehmer der Youth Event-Begleitgruppe haben sich für die Idee des Jugendbündnisses als eine Art themenzentriertes Netzwerk ausgesprochen, da alle zum Thema Europa Arbeitenden sich austauschen und ergänzen könnten, was das Informationsgewirr lösen würde. Hoffnung auf Gelingen des JBE bietet das seit 4 Jahren erfolgreich laufende „Jugendbündnis Zukunftsenergie“, welches uns aufgrund seiner Erfahrungen unterstützen würde.
Starten wollen wir das Jungendbündnis Europa mit einem einjährigen Modellprojekt, das aus der Kick-Off-Veranstaltung besteht.