Infoscout-Handbuch

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Inhaltsverzeichnis:

[bearbeiten] Vorwort

Du bist jung und engagiert? Du bist schon seit längerer Zeit oder aber erst seit kurzem Infoscouts und weißt nicht so genau, welche Möglichkeiten/Aufgaben ihr als Infoscout habt? Oder vielleicht bist du bereits aktiv dabei und zählst dich selbst zu den „alten Hasen“ des Netzwerkes, die oft dabei sind und immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten ihren Horizont zu erweitern?

Egal was von den oben genannten auf dich zutrifft. Dieser Reader wurde mit der Idee geschrieben, sowohl den „alten Hasen“ aber vor allem den neuen Infoscouts eine Übersicht in die Hand zu geben, was Infoscouts sind, was sie tun können, wie sie von anderen lernen und selbst Wissen weitergeben können. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der lokalen Arbeit des einzelnen Infoscouts. Die Infoscouteinsätze von der regionalen bis zur internationalen Ebene. Aber auch die regionalen Servicestellen und YouthBanks, sowie bundesweite Projekte werden in diesem Reader aufgegriffen und Mitmachmöglichkeiten aufgezeigt. Zusätzlich bietet dieser Reader eine Fülle von Praxistipps und anderen Arbeitshilfen für die tägliche Arbeit und einiges an Hintergrundmaterial über das Netzwerk der Servicestelle Jugendbeteiligung und die Menschen die es ausmacht: Die Infoscouts!

Dies kann für dich eine Hilfestellung für eine erfolgreiche Arbeit im Bereich der Jugendbeteiligung zu bieten und natürlich ist es mit diesem Handbuch genau wie mit allen Dingen im Netzwerk. Die Erfahrungen aller Beteiligten tragen zu einer ständigen Weiterentwicklung bei und so ist das Ergebnis mehr als die Summe seiner Teile.

[bearbeiten] Motivationstext

„Sag mal, warum beteiligst du dich überhaupt?“

Kennt ihr diese Frage auch? Beinahe jeder der sich irgendwo ehrenamtlich für seine Interessen einsetzt wird diese Frage schon mindestens einmal gehört haben. Sicher wäre das Leben entspannter, wenn man nicht immer derjenige in der Schülervertretung wäre der immer wieder mit den Lehrern redet, der Redakteur einer Schülerzeitung der ständig um Artikel bettelt, derjenige der immer die Verantwortung für die Klassenfahrt übernimmt, der im Sportverein die Betreuung der jüngeren Mitglieder übernimmt oder einfach nur den nächsten Grillabend im Freundeskreis anleiert. Das alles sind Formen von Beteiligung und es gibt noch viele mehr. Alleine alle aufzuzählen würde ein ganzes Buch füllen. Es gibt jedoch zwei Dinge die all diese Sachen gemeinsam haben. Erstens die Tatsache, dass einer diese Dinge tun muss, damit sie überhaupt stattfinden und zweitens, dass kaum einer diese Leute eine klar definierte Antwort auf die Frage „Warum?“ geben kann. Die Gründe dafür sind zum Einen unterschiedlich und stark geprägt von Erziehung, Lebensumfeld und Weltanschauung. Zum Anderen scheint diesen Drang sich selbst zu verwirklichen jeder mehr oder weniger zu besitzen. Doch die Gründe dafür sind in den meisten Fällen auch nicht das Entscheidende und kaum einer wird sich hinstellen und sagen „Ich mache Jugendbeteiligung, damit ich mein Gesicht so oft wie möglich im Fernsehen sehe und in 10 Jahren BundeskanzlerIn bin!“ Oft sind es schon die kleinen Erfolge, wie eine gelungene Klassenfahrt, eine fertige Schülerzeitung oder ein anderes erfolgreiches Projekt, sowie der Dank all derer die daran Teil hatten, die einen zu weiteren Taten anspornen. Die Gründe für Motivation zu Jugendbeteiligung sind vielschichtig und haben sicher auch etwas mit der Tatsache zu tun, dass Jugendliche immer ihren eigenen Weg gehen wollen. Auch wenn noch so viele Erwachsene sagen, dass die Idee doch völliger Unsinn ist und sowieso nie funktionieren wird. Wie gut, wenn einem dann bei den eigenen Ideen andere Jugendliche helfen können, die eine ähnliche Idee bereits umgesetzt haben oder bei der Umsetzung gescheitert sind, denn auch aus Fehlern kann man lernen. Genau das sollte das Ziel eines jeden Infoscouts sein. Die Leute mit Ideen mit den Leuten zusammenbringen, die Erfahrungen haben. Sei es nun die Erfahrung zur Durchführung eines ganzen Projekts oder nur für einzelne kleine Aufgaben, wie Moderation eines Arbeitstreffens, Suche nach Unterstützung, Geldgebern oder ähnlichem. Jugendliche hören eben nicht gern auf die Ratschläge von Erwachsenen, wohl aber denen von anderen Jugendlichen und während die einen ihr Wissen weitergeben, lernen die anderen dazu und können dieses Wissen wieder weitergeben. Genau an dieser Stelle setzen Infoscouts an, sie suchen nach Jugendlichen in ihrer Umgebung mit Ideen und gleichzeitig nach potentiellen Unterstützern, um am Ende alle zusammen zu führen. Das ganze lässt sich auch mit dem Satz „Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden!“ zusammenfassen. Um nun genau diese Aufgabe erfolgreich meistern zu können, dafür gibt es dieses Handbuch. Ziel dieses Buches soll es sein, dass ihr nach seiner Lektüre euch in die Lage versetzt fühlt andere mit Informationen und Know-How zu versorgen das sie benötigen und auch für euch und eure eigenen Ideen. Denn es ist sehr viel einfacher, wenn man ein Projekt machen will, wenn man weiß:

„Es gibt 1.000 Jugendliche in ganz Deutschland und sie haben alle dasselbe Ziel wie ich! – Sich beteiligen, um zu zeigen, dass auch Jugendliche etwas erreichen können, wenn sie sich beteiligen!“


[bearbeiten] Timeline Geschichte SJB

Juni 2000

1. Deutsche Jugendkonferenz > Vorbereitung zum Weibuch Jugendpolitik in Europa > Geburt der Idee zur Servicestelle Jugendbeteiligung

August 2001

Gründung der Servicestelle Jugendbeteiligung

März 2002

Politiktage > 1. Infoscouteinsatz (mit 100 Personen)

Oktober/November 2003

KickOff für regionale Servicestellen Jugendbeteiligung > Gründung der regSJBen in Dresden, Berlin-Spandau, Neubrandenburg und Unna

Anfang 2004

Beginn des Youth Bank - Programms

August 2004

Ende Phase 1/ Beginn Phase 2

Oktober 2004

800 Infoscouts, 26 regSJBen

Juni 2005

Berlin05 > Bislang größter Infoscouteinsatz (mit 137 Personen)

August 2005

1100 Infoscouts, 32 regSJBen

[bearbeiten] Infoscouts (IS)

[bearbeiten] Die berüchtigten 8 Fragen

an einen Infoscout

Wie erkläre ich kurz und knapp das Infoscout-Netzwerk? Wie antworte ich auf die berühmte Frage „wer-seid-ihr-was-macht-ihr-wie-kann-ich-mitmachen?“ Natürlich könnt ihr diese Fragen mit euren eigenen Worten beantworten aber für diejenigen,die es schwierig finden, den Infoscout-Gedanken klar und verständlich zu formulieren, gibt es hier eine kleine „Gedächtnishilfe “.Von Infoscouts zusammengestellt...


Da gibt ’s doch noch mehr von deiner Sorte, was macht ihr denn hier?

„Wir sind Jugendliche aus ganz Deutschland,die sich in verschiedenen Bereichen engagieren. Ein Großteil von uns ist z.B.in der Jugendpresse oder in überparteilichen Projekten,wie Jugendparlamenten usw. aktiv. Parteimitglieder sind eher die Ausnahme, aber grundsätzlich auch willkommen. Mit dem Know-How, was wir über die Zeit bekommen haben, werden wir auf Veranstaltungen aktiv,um Projekte und Teilnehmer in Kontakt zu bringen und zu vernetzen,unser Wissen weiter zu geben. Außerdem tauschen wir uns auch untereinander aus, um Probleme schneller zu lösen und Wissen für alle nutzbar zu machen.Dieser Pool an Leuten soll noch größer werden,wenn du also Lust hast …“ (siehe Frage 5)


Krieg ich auch so ’n T-Shirt?

„Da musst du erstmal Infoscout werden.“ (mehr siehe Frage 5)


Servicestelle Jugendbeteiligung, was ’n das?

„Das ist die „Summe “von Infoscout-Netzwerk +Netzwerk der regionalen Servicestellen + bundesweiter Servicestelle Jugendbeteiligung. Die Servicestellen Jugendbeteiligung (es gibt regionale und eine bundesweite) vernetzen, beraten und unterstützen Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Ideen und Projekte. Außerdem organisieren sie Fortbildungen und Seminare und koordinieren das Infoscout-Netzwerk und Infoscout-Einsätze. In der bundesweiten SJB arbeiten junge, motivierte Mitarbeiter und viele wechselnde Praktikanten. Sie sind damit beschäftigt,das Infoscout-und regSJB-Netzwerk weiteraufzubauen und in der Arbeit zu unterstützen.“


Wie funktioniert euer Netzwerk?

„Unsere Leute verteilen sich auf ganz Deutschland. Darum läuft der größte Teil des Austauschs über das Internet. Außerdem gibt jeder Infoscout in seinem Profilbogen seine Stärken an. Wird zum Beispiel ein Moderator für ein Seminar gesucht, kann abgefragt werden, wer aus der Region das machen könnte. So und natürlich auch durch viele private Bekanntschaften sind wir vernetzt. Infoscout sein heißt, in jeder Ecke Deutschlands Bekannte zu haben. Darüber hinaus gründen sich momentan auf regionaler Ebene, sei es nun für eine Stadt oder ein ganzes Bundesland, regionale Servicestellen, die genau diese Koordination und Beratung von aktiven Leuten und Projekten im kleineren Kreis machen.“


Wie mach ich bei euch mit?

„Du füllst einen Infoscout-Profilbogen aus. Den gibt ’s im Internet zum Runterladen unter www.jugendbeteiligung.info/infoscout (oder: hier,schau mal, ich habe sogar einige dabei). So wirst du in der Datenbank erfasst und bekommst dann dein T-Shirt und Starterkit zugeschickt. Auch in den Mailinglisten und Postverteilern bist du dann drin und erfährst so alles über neue Einsätze usw.“


Warum orange?

„Im Frühjahr 2002 entschieden Jugendliche auf der Vorbereitung zu den Politiktagen, einem Event mit 8000 Teilnehmern in Berlin,dass die Farbe der Jugendbeteiligung nun orange sein soll. Das kommt daher, dass diese Farbe schon vorher auf Jugendbeteiligungsveranst altungen verwendet wurde, aber noch durch keine Partei o.ä. besetzt war. Außerdem springt sie auf Großveranstaltungen gut ins Auge.“


Was bringt ’s mir, selber ein Projekt aufzuziehen?

„Du kannst vor allem in deinem direkten Umfeld, also in deiner Stadt oder Gemeinde deine Meinung einbringen und genau das umsetzen, was du für wichtig hältst. Außerdem macht das mit ein paar Mitstreitern ziemlich viel Spaß. Selber aktiv werden anstatt nur rumzumeckern!!“


An wen wende ich mich, wenn ich was machen will?

Nach dem Herkunftsort fragen und abchecken, ob das schon eine regionale Servicestelle übernehmen kann (die Liste findest du unter www.jugendbeteiligung.info/regional). Wenn der Mensch dir sympathisch ist und du Lust hast,gib deine persönlichen Kontaktdaten raus. Ansonsten an die bundesweite Servicestelle verweisen!

[bearbeiten] Was bekomme Ich? - Was muss Ich leisten?

Als jugendlicher Endverbraucher:


  • Was bekomme ich?
    • Chance, meine Vorstellungen einzubringen
    • Qualifizierung im Prozess der Auseinandersetzung mit echten Situationen
    • Werde ernst genommen (bin also nicht „entmündigt“)
    • Treffe Gleichgesinnte in einer Peer-Group
    • Bekomme Wissen + Infos, die mich im gesellschaftspolitischen Gespräch zum anerkannten Experten qualifizieren
    • Bin etwas „besonderes“
    • Horizonterweiterung
    • Eingangsmöglichkeit ins IS-Netzwerk
    • Bin Partner im Dialog der Generationen
  • Was muss ich leisten?
  • Muss:
    • nichts, alles freiwillig (aber wenn, dann verbindlich)
  • Soll:
    • offen sein für gesellschaftspolitische Fragen (mit offenen Augen durch die Welt gehen)
    • mit anderen Jugendlichen zusammenarbeiten
    • Zuständigkeiten für Entscheidungen herausfinden
    • Selbst qualifizieren (inbes. Für Dialog mit Entscheidungsträgern)
    • Meine Interessen auf den Punkt bringen und einbringen
    • In der Peer-Group Dialogbereit sein
    • Sich in die jeweiligen Umsetzungsprozesse einbringen
  • Kann:
    • Qualifizierungsangebote von anderen wahrnehmen
    • Infoscout werden
  • Als Infoscout:
    • Chance, über die bisherige Tätigkeit (in Jugendarbeit) hinaus in neue Felder hineinzuwachsen
    • Zugang zum Infoscout-Netzwerk
    • Regelmäßige Fortbildung für die Infoscout-Arbeit auf Ort-, Landes-, Bundesebene
    • Anerkennung als Infoscout
    • „Andockung“ an eine regSJB (oder andere Projekte)
    • Starter-Kit
    • Regelmäßige Infos zur Fortbildung
    • Zertifikate über Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen
    • Teilnahme an Vernetzungstreffen der Infoscouts auf Ort-, Landes-, Bundesebene (tw. Kostenlos)
    • Möglichkeit, beim Aufbau einer reg SJB unterstützt zu werden
    • Aufnahme in „Spezialisten-Pool“
    • Infos über Mitmachmöglichkeiten bundesweit
    • Zugang zum Jugendaktivplaner
  • Muss:
    • offen sein für gesellschaftspolitische Fragen (mit offenen Augen durch die Welt gehen)

mit anderen Jugendlichen zusammenarbeiten

    • Zuständigkeiten für Entscheidungen herausfinden
    • Selbst qualifizieren (inbes. Für Dialog mit Entscheidungsträgern)
    • Meine Interessen auf den Punkt bringen und einbringen
    • In der Peer-Group Dialogbereit sein
    • Sich in die jeweiligen Umsetzungsprozesse einbringen
    • Zuhören bei öffentlichen Gremiensitzungen
    • Infoscout werden
    • Regelmäßiger Austausch mit reg SJBen (sofern vorhanden)
    • Als Infoscout registrieren lassen (bei SJB oder reg SJB)
  • Soll:
    • Infoaustausch (holen, bringen, verbreiten) auf allen Ebenen
    • Qualifizierungsangebote von anderen wahrnehmen
  • Kann:
    • reg SJB aufbauen (gemeinsam mit anderen)

Als reg SJB:

  • Was bekomme ich?
    • bundesweit Informationen und Kontakte, z.B. zu anderen regionalen Servicestellen, zu Geldgebern oder interessanten Projekten.
    • Werden promotet in Politik und Öffentlichkeit.
    • Werden unterstützt und beraten im Aufbauprozess und darüber hinaus
    • Bekommen Ansprechpartner für unsere Ideen und Projekte.
    • Anwendung meiner Fähigkeiten/ Qualifizierungen
    • Qualifizierung vom Teilnehmer zum Trainer (begleitet)
    • Als kompetente Anlaufstelle anerkannt und genutzt (auf der Ebene meiner reg SJB und bundesweit)
    • Möglichkeiten zum „Info/Wissens-management“
    • als Grundausstattung für unsere Arbeit von der Servicestelle Jugendbeteiligung:
      • ein Briefkastenschild
      • ein Türschild
    • Software / Tools zur Nutzung:
    • Jugendaktivplaner (IS-Oberfläche)
    • Groupware
    • Material für eine Website zur regionalen SJB:
    • Jugendaktivplaner (öffentliche Oberfläche)
    • Veranstaltungs- und Newsdatenbanken
    • eine Emailadresse (ggf. mit Weiterleitung) <ortsname>@jugendbeteiligung.info
    • einen Webbereich (ggf. mit Weiterleitung) www.jugendbeteiligung.info/<ortsname>
    • eine Grundausstattung mit Arbeitshilfen für die Projektarbeit Muss:
    • wissen, welche Orgs es in der Region gibt und ständig dieses wissen erweitern
  • Muss:
    • Zeitung aus meiner Region lesen
    • projekterfahren sein
    • Über (reg.) Veranstaltungen informieren und informiert sein
    • Kooperationswillig sein
    • Mich selbst organisieren (als reg sjb)
    • Mich regelmäßig im Netzwerk austauschen
    • Erreichbar sein
    • Infoscouts (aus der Region) betreuen
    • Kontakte vermitteln
    • Mich weiterbilden
    • Jugendaktivplaner nutzen
  • Soll:
    • andere Projekte beraten
    • Einfluss Jugendlicher auf SMARTe politische Prozesse sichern
    • Infoscout sein
    • Weitere Infoscouts werben
    • Anderen regSJBen beim Aufbau helfen
    • Mir Unterstützung besorgen
    • Kontakte zu örtlicher Presse/Politik/Verwaltung aufbauen
    • Fortbildungsseminare organisieren
  • Kann:
    • Veranstaltungen auf allen eben besuchen
    • Projekte starten
    • Arbeitshilfen schreiben und weiterentwickeln
    • Youthbank werden
    • Ansprechpartner in bundesweiten Beteiligungsprogrammen werden


Als Träger/Kooperationspartner

  • Was bekomme ich?
    • Teilnahme an einen Bundesweiten Netzwerk
    • Eine Strategie für ein interessantes Konzept zum Thema Jugend und Engagement
    • Hilfen aus anderen erfahrenen Jugendinitiativen
    • (evtl.) Jugendliche aus dem Netzwerk
    • Zugang zum Jugendaktivplaner
    • Info-Material
    • Infoweitergabe an andere über das Netzwerk
    • Zugang zu Jugendlichen vor Ort/in der Umgebung
  • Was muss ich leisten?
  • Muss:
    • den Jugendlichen Anerkennung und Vertrauen geben
    • Jugendliche ernst nehmen
    • Kooperationswillig sein
    • Zuhören
  • Soll:
    • Infoscouts werben
    • Kontakte vermitteln
  • Soll: (bei regSJB im Umfeld)
    • Die reg SJB über meine Arbeit informieren
    • Geld/Infrastruktur geben
    • News/Infos der reg SJB lesen
    • Infoscouts/reg SJB für die Evaluation meiner Arbeit nutzen
  • Kann:
    • Jugendliche an meiner Lebens- und Arbeitserfahrung teilhaben lassen
    • Orgakram/Buchhaltung abnehmen
    • die reg SJB zum Aufbau von Möglichkeiten der Beteiligung nutzen

als Politik/Verwaltung:

  • Was bekomme ich?
    • Treffen von bürgernahen, kundenorientierten Entscheidungen (inbesondere in Situationen, in denen weniger Geld vorhanden ist)
    • Verbesserung der Qualität von Entscheidungen/Entscheidungsprozessen -> Jugendbeteiligung fördert Qualität
      • Bsp Jugendamt: Kann sich als Vertreter von Jugendinteressen besser einmischen
  • Was muss ich leisten?
  • Muss:
    • Rahmenbedingungen für unbürokratische Arbeit schaffen
    • den Jugendlichen Anerkennung und Vertrauen geben
    • Jugendliche ernst nehmen
    • Kooperationswillig sein
    • Zuhören
    • Die regSJB über meine Arbeit informieren
  • Soll:
    • mich beraten lassen
    • Jugendliche entsprechend ihrer Interessen informieren
  • Kann:
    • mich und meine Aktivitäten in der Öffentlichkeit darstellen


Bundesweite SJB

  • Was bekomme ich?
    • Möglichkeit, an Netzwerkaktivitäten teilzunehmen
    • Anerkennung als besonderes engagierter Jugendlichen
  • Was muss ich leisten?
  • Muss:
    • Auf Anfragen reagieren
    • regSJB/YB beim Aufbau helfen
    • Regelmäßig Austausch halten
    • Über die Teile des Netzwerks aktuell informiert sein
    • Über Mitmachmöglichkeiten informieren
    • Kontakte vermitteln
  • Soll:
    • auf Aktivitäten der Netzwerkmitglieder hinweisen
    • Arbeitshilfen kennen und weiterentwickeln
    • Netzwerkaktivitäten vernetzen
  • Kann:
    • gemeinsame Netzwerkveranstaltungen organisieren

[bearbeiten] Altes Konzept Infoscoutpool (2002)

[bearbeiten] Der perfekte Infoscout

Ist... Hat... Tätigkeiten / Fähigkeiten erhält

  • Relaxed, Chillig, Entspannt
  • Nicht verheiratet
  • Kein Säufer
  • Ruhig/gelassen/nicht hysterisch
  • Offen für Fragen
  • großherzig
  • kompetent
  • immer fröhlich, Sonnenkind
  • robust für Schlafmangel
  • ausdauernd
  • leidenschaftlicher Tänzer + Sänger
  • flexibel
  • Masseur
  • Vorbild
  • Informiert
  • Glaubwürdig
  • ausdauernd
  • nicht überheblich / arrogant
  • kein Einzelgänger
  • Teamkampfmaschine
  • Mobil
  • Ca. innerhalb des TN-alters
  • Durchsetzungsfähig
  • Pünktlich
  • Diszipliniert
  • Offen für Vernetzung
  • Tolerant
  • Redewillig
  • Wissbegierig
  • Körp.+emotional stark
  • Innovativ
  • Zeigt Einsatz
  • Aufgeschlossen
  • Ehrlich
  • Spontan
  • Hilfsbereit
  • Tolerant
  • Reisefreudig
  • Denkt positiv
  • Herzig, herzlich
  • Kreativ
  • Aktiv, Immer bereit zu neuen Taten
  • Kompetent
  • Potent
  • Beständig
  • Kontaktfreudig
  • Nicht parteilich gebunden
  • Kommunikationstechnisch autark  Wenn ´ne E-shock Bombe in die Luft geht, muss man immer noch voll seine Kommunikationsmittel nutzen können
  • (Nicht)Raucher
  • trinkfest
  • 90-60-90
  • offen
  • unparteiisch
  • multifunktional
  • politisch interessiert
  • mit O-saft getauft
  • think orange
  • engagiert
  • gut gelaunt
  • der Jeden-scheiß-mitmach-Typ
  • Einfühlungsvermögen
  • Muckis zum Schleppen
  • Hirnmasse
  • Erkennungs-T-shirt
  • Andere markante Merkmale
  • Grossen Freundeskreis zwecks Info-weitergabe
  • Handy
  • Immer ein offenes Ohr für alles und jeden
  • Die Augen immer offen
  • Medienkenntnisse
  • Gespür für Umwelt + Mitmenschen
  • Fantasie
  • Optimismus
  • Idealismus
  • Realismus
  • Freien Kopf
  • Große Klappe (manchmal halten)
  • Partizipathos als Vornamen
  • Hohen EQ
  • Zeit
  • Praxiserfahrung
  • Lernbereitschft
  • Positive Energie
  • Informiert
  • Planungsgenie
  • Repertoire an Spielen etc.
  • Weiß, wo´s lang geht
  • Präzision
  • Fähigkeit, die nächste Generation zu rekrutieren
  • Rhetorik
  • Coaching
  • Input geben können
  • Methoden
  • Infos geben
  • Alternativen parat haben
  • Organisationstalent
  • Kritikfähigkeit
  • Gut zuhören können
  • Redegewandheit
  • Weiß, woher er Infos bekommt, die er nicht hat
  • Menschenkenntnis
  • Entertainement
  • Vernetzen
  • Ratschläge geben
  • Kritik aufnehmen
  • Improvisationstalent
  • Moderation
  • Arbeitsteilung
  • Ideen aufnehmen und an die richtigen Leute / Stellen weitergeben
  • Vor Leuten reden können
  • Gute Laune verbreiten können
  • Coaching in allen Bereichen
  • SJB Trichter im Kopf

[bearbeiten] Eigenschaften von Infoscouts

Eigenschaften von Infoscouts:

  • Offen für neues
  • Neugierig
  • Kommunikativ
  • Weiß um Interessen seiner Freunde/Bekannte
  • Weiß wer in seiner Umgebung welche Fähigkeiten/Kontakte hat
  • Wissen was für Projekte/Organisationen existieren
  • regSJB in der Nähe kennen und Kontakt halten
  • Werbung für das Netzwerk
  • offen sein für gesellschaftspolitische Fragen (mit offenen Augen durch die Welt gehen)
  • mit anderen Jugendlichen zusammenarbeiten
  • Dialogbereit sein

Vergleich: Idealer Infoscout


Was bekomme ich als Infoscout:

  • Chance, über die bisherige Tätigkeit (in Jugendarbeit) hinaus in neue Felder hineinzuwachsen
  • Zugang zum Infoscout-Netzwerk
  • Regelmäßige Fortbildung für die Infoscout-Arbeit auf Ort-, Landes-, Bundesebene
  • Anerkennung als Infoscout
  • „Andockung“ an eine regSJB (oder andere Projekte)
  • Starter-Kit
  • Regelmäßige Infos zur Fortbildung
  • Zertifikate über Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen
  • Teilnahme an Vernetzungstreffen der Infoscouts auf Ort-, Landes-, Bundesebene (tw. Kostenlos)
  • Möglichkeit, beim Aufbau einer reg SJB unterstützt zu werden
  • Aufnahme in „Spezialisten-Pool“
  • Infos über Mitmachmöglichkeiten bundesweit
  • Zugang zum Jugendaktivplaner


Was mache ich als Infoscout (Fallbeispiele):

  • Leute die Fähigkeiten haben mit Leuten die Fähigkeiten suchen zusammenbringen
  • Newsletter und Aktivmail der SJB lesen
  • Newsletter lesen und weiterleiten an Freunde, Bekannte, Interessierte und Gruppen
  • Newsletter ausdrucken und aushängen
  • Qualifizierungsangebote wahrnehmen
  • reg SJB aufbauen (gemeinsam mit anderen)
  • an ISE teilnehmen
  • meine Projekte und Erfahrungen im Netzwerk austauschen (Online-Tools,Veranstaltungen...)
  • Projekte durchführen und mit anderen vernetzen
  • Neue Veranstaltungen, Organisationen, Angebote und Gesuche in Jugendaktivplaner eintragen
  • Projekte Anderer beraten

[bearbeiten] Die 5 Gruppen von Jugendlichen

Die 5 Gruppen von Jugendlichen

Wir arbeiten im wesentlichen für/mit 5 Gruppen von Jugendlichen:

  1. informiert, interessiert, aktiv + unterstützend, informierend, “expertierend"
  2. informiert, interessiert, aktiv
  3. informiert, interessiert, nicht aktiv
  4. uninformiert, interessiert, nicht aktiv
  5. uninformiert, uninteressiert, nicht aktiv


  1. sind natürlich die Infosocuts
  2. die ideale zielgruppe für IS
  3. kann manchmal 2. Überspringen und 1. Werden

2,3,4, sind die Hauptzielgruppen von infoscouts

Und fünf ist sozusagen das Level mit Schwierigkeitsstufe B...(und von uns eher nur indirekt zu bearbeiten und anzusprechen...)

Infoscouts müssen aus Gruppe 1 oder 2 kommen, nur im Ausnahmefall aus 3: machen inhaltliche Informationsarbeit, Teilnehmerbetreuung, Vernetzungsarbeit, Informationssammlung und Weitergabe und werden gebrieft und betreut sowohl inhaltlich als auch organisatorisch. Infoscouts können auch nach vorheriger Absprache organisatorische Hilfen geben,

weitere Interessierte Jugendliche - können aus allen Gruppen kommen: Machen Organisatorische Unterstützung, können, wenn sie entsprechend qualifizeriert und gebrieft sind, auch zu Infoscouts werden.

[bearbeiten] Die Geschichte von Paula

Die sieben Anforderungen an eine regionale Servicestelle Jugendbeteiligung anhand der „Geschichte von Paula “. Diese Geschichte wurde gemeinsam von regSJBen und der bSJB auf dem ersten Kickoff-Workshop im April 2003 geschrieben...


Erreichbarkeit:

Paula,17, uninformiert,würde sich gerne engagieren,aber sie weiß nicht wo.Eines Tages erfährt sie aus der Zeitung die Öffnungszeiten, die Webseite und die E-Mail-Adresse einer regionalen Servicestelle (regSJB)in ihrer Nähe.Über die regSJB lernt sie Projekte und Organisationen in ihrer Nähe kennen, wo sie sich beteiligen kann.Paula freut sich :-)


Beständigkeit:

Paula,18,geht ins Ausland.Zwei Jahre später kommt sie zurück und findet das Büro immer noch an derselben Stelle,in den Räumen des Vereines für Kinderrechte,wieder. Im Team der regSJB trifft sie zwei alte Bekannte,aber auch schon viele neue Gesichter.


Jugendlichkeit: Paula,20,geht auf eine Demo für Kinderrechte und trifft Met (21), der in der ersten Reihe mitläuft und junge engagierte Leute sucht. Er möchte sie dafür gewinnen,auf einer Konferenz zur Nachhaltigkeit einen Workshop zu leiten.


Kompetenz:

Paula,20,stellt aber fest:„Ich weiß, dass ich nichts weiß “.Sie wird von Met zu einem Moderationsseminar eingeladen,das die regionale Servicestelle Jugendbeteiligung vermittelt hat.Dort lernt sie ein bundesweites und ein internationales Jugendprojekt zur Nachhaltigkeit kennen.Danach traut sich Paula zu,auch selbstständig Projekte zu verwirklichen.


Pluralität:

Paula ist mittlerweile angeworben und eingearbeitet.Sie gehört jetzt zum regSJB-Team.Sie lernt auf einem Seminar einen Studenten kennen,der mit seinen Mitstreitern von ATTAC eine Party feiern will und einen Raum sucht.Paula weiß, dass ein Raum bei den Jung Liberalen frei ist und vermittelt ihn weiter. Die beiden Gruppen kümmern sich um die Umsetzung,machen eine Party und trennen sich dann wie der.Paula hat währenddessen mit dem Team der Servicestelle einen Kongress zum Thema „Globalisierte Gesellschaft “organisiert und lädt beide Gruppen wieder ein.


Vernetzung:

Paula ist jetzt 23 und wird von einer Nachbarstadt gebeten,eine Servicestelle Jugendbeteiligung mit Jugendlichen einzurichten.Sie hilft dieser Eigeninitiative bei der Situationsanalyse,ermittelt mit den Jugendlichen ihre Bedürfnisse und ihre Wünsche an ihr Umfeld,entdeckt mit ihnen bereits vorhandene potentielle Kooperationspartner und die Jugendlichen bauen ein Netzwerk auf.In der Lokalpresse steht einige Tage später ein Artikel darüber.


Ergebnisorientierung:

Bei den regelmäßigen Selbstevaluationen berichtet Paula über die Herausforderungen der letzten vier Monate und die Gruppe diskutiert Lösungsvorschläge und Verbesserungen für die nächsten vier Monate. Paula hat große Freude daran,all ihre Erinnerungen,Projekte und Vernetzungserfolge im Jahresrückblick nieder zu schreiben und ist damit ein großes Vorbild für alle Servicestellen. Jetzt ist sie leider schon 26 Jahre alt und muss ausscheiden.Sie findet aber nette junge Leute in Schülervertretungen,die sich bei der regSJB einarbeiten und ihre Position übernehmen. Nun aber muss Paula segeln gehen...

[bearbeiten] Informiert engagiert! (PXT)

  • Wie finde ich interessante Informationen für mein Engagement?
  • Wie wähle ich Informationen aus?
  • Wie gebe ich informationen weiter?


  • „Ich möchte gerne irgendwas machen, mich engagieren halt. Aber ich habe keine Ahnung, wo.“
  • „Ich bin schon engagiert und möchte gern wissen, was in meiner Stadt/ in Deutschland sonst so passiert.“
  • „Ich suche Finanzierungstipps und Kontakte für mein Projekt.“


All diese Fragen zeigen es:

Information ist eine Grundlage für Beteiligung.


Wie finde ich interessante Informationen für mein Engagement?

Du kannst zum Beispiel:

  • Persönliche Kontakte nutzen
    • Freunde, Verwandte fragen
    • Veranstaltungen, Seminare, Infostände besuchen
  • Bei der Stadtverwaltung anfragen, welche Jugendorganisationen/-initiativen es in meiner Nähe gibt
  • im Internet recherchieren
    • Suchmaschinen (z.B. www.google.de)
  • Webseiten von Organisationen/Jugendinitiativen
  • Webseiten dieser Initiativen besuchen
  • diese Initiativen und Organisationen einfach anrufen oder sogar vorbeigehen
  • E-Mail-Newsletter, Infobriefe von Jugendinitativen/Organisationen, die mich interessieren abonnieren + lesen(!!!) z.B. SJB-Newsletter www.jugendbeteiligung.info
  • Flyer, die einen über den Weg laufen (ungezielte Suche), sammeln z.B. in der Schule
  • Regelmäßig auf die Aushänge am schwarzen Brett in der Schule/Uni achten
  • Leute von der regionalen Servicestelle Jugendbeteiligung in meiner Nähe kontaktieren www.jugendbeteiligung.info/regional
  • Freiwilligenagentur, wenn es eine gibt, anrufen und besuchen www.bagfa.de
  • Regionale und überregionale Zeitungen lesen, lokale Radio- und Fernsehsender hören/


Wie wähle ich Informationen aus?


Auf deiner Suche hast du bestimmt eine Menge Informationen und Angebote gesammelt.Du bekommst jede Woche lange Newsletter, hast viele Seiten aus dem Internet ausgedruckt, Organisationen besucht, Kontakte gesammelt... Viele, zu viele Informationen! Was fängt man damit an?


Es gibt verschiedene Methoden, wie man in der „Informationsüberflutung“ zurecht kommen kann:

  • du suchst nach einer bestimmten Wortkombination z.B. „Schule“, „Umwelt“, „international“, die dich interessiert. Das ist besonders bei langen E-Mail-Newsletter hilfreich, damit man nicht alles durchlesen muss)
  • Sich fragen: „Was ist mir am stärksten in Erinnerung geblieben?“
  • Ausschlussverfahren: Was will/brauche ich auf keinen Fall?
  • Empfehlungen von Freunden/Bekannten/Organisationen
  • Wenn du etwas gefunden hast, was dich interessiert, kannst du dich fragen:
    • Habe ich Lust?
    • Schaffe ich das zeitlich?


Wie gebe ich Infos weiter?

Du hast interessante Infos ausgesucht und möchtest die vielleicht an Freunde oder andere Jugendprojekte weitergeben. Die Kunst der Informationsweitergabe besteht darin, möglichst viel Inhalt in möglichst wenige Worte zu packen. Bei der Weiterleitung von Informationen geht es meistens nicht darum, einen kompletten Text weiterzugeben (oder eine Ausschreibung, einen Artikel...). Viel wichtiger ist zu zeigen, wo man ihn finden kann.

Wenn ich also eine Info weitergeben will, schreibe ich:

  • eine kurze Beschreibung, die die „W-Fragen“ enthält: was, wer, wo, wann
  • einen Hinweis „Was kann ich mit dieser Information tun?“ z.B. mich anmelden, etwas bestellen, irgendwo hingehen, Ideen für meine eigene Arbeit bekommen...
  • einen Kontakt: einen Link, eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer, wo man mehr Informationen her bekommen kann.

Die Information sollte: (Aktualität prüfen)

  • Die Information soll auf die „W-Fragen“ antworten (was, wer, wo, wann + wie kann ich mitmachen)
  • Die Info soll mind. eine Kontaktmöglichkeit für mehr Infos beinhalten
  • Zielgruppengerecht
  • Wenn möglich Persönlich
  • Kurz, überschaubar

Ihr habt auf Veranstaltungen, bei Beratungen oder im Internet viele spannende Informationen gesammelt und wollt sie an eure Leute weitergeben. Dafür gibt es bestimmte Regeln. Für diese Kunst gibt es eine Lösung.

Und über welche Wege kommuniziert man am schnellsten? Richtig ☺. Internet, E-Mails und Telefon. Tipp: Wie leite ich Texte aus dem Internet weiter?


Grundsätzlich: Infos von html-Dokumenten aus Webseiten nicht als Mail-Anhang verschicken, sondern:

  • den Text aus der Druckversion (wenn vorhanden) kopieren
  • direkt in die Mail einfügen
  • Internet-Adresse angeben!

Aus: das handbuch, Regionale Servicestellen Jugendbeteiligung, Version 2, Hrsg: Servicestelle Jugendbeteiligung, 2005.

Dieser Praxistipps ist aus den Erfahrungen der Teilnehmer des Workshops „Informiert engagiert!“ auf Berlin – Festival für junge Politik entstanden.


Auch du kannst dein Wissen weitergeben! Schickt uns deine Tipps zur Informationsrecherche (post@jugendbeteiligung.info). Wir werden dann diesen Praxistipp ergänzen. Dadurch hilfst du anderen Jugendlichen, Dinge in ihrer Umgebung zu bewegen!

[bearbeiten] Infoscouteinsätze (ISE)

[bearbeiten] Beispiele für ISEs

Einige Beispiele für Infoscout-Einsätze

Infoscout-Einsätze (ISE)gab es u.a. auf folgenden Veranstaltungen:

  • Internationale Grüne Woche in Berlin 20.-30.Januar 2005
  • 4.Berliner JugendFORUM 3.-4. Dezember 2004
  • Abschlusspräsentationen von „wir ...hier und jetzt “November 2004
  • Ganztagsschulkongress 17.-18. September 2004
  • Young European City vom 10.-14. Juni 2004 in Berlin
  • Jubiläumsfeier zum 10.Geburtstag der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung 4.Juni 2004 in Berlin
  • Verfassungstage 2004 vom 20.-23.Mai 2004 in Berlin
  • Alex2004-Gala am 19.Mai 2004 in Berlin
  • Sächsischer Schülerkongreß und Großtreffen Netzwerkstatt 5.-7. Mai 2004 in Leipzig
  • Jugendkonferenz Berlin-Spandau 23.-25.April 2004
  • Jugendumwelttagen 2004 -Planet 2050 2.bis 4.April 2004 in Freiberg
  • Landesschülerkonferenz 19./20. März 2004 in Berlin
  • 3.Berliner JugendFORUM am 6. Dezember 2003
  • SchülerFirmenMesse Sachsen-Anhalt 19./20.03.2004 Magdeburg
  • Jurymitwirkung,Preisverleihung und Projekt- Workshop im Rahmen des Wettbewerbs “Jugend engagiert in Sachsen-Anhalt “in Wittenberg (5.und 6.Dezember 2003)
  • Schülerfirmenmesse im FEZ Berlin 13.bis 15.November 2003
  • Projekt-Jurys für die Wettbewerbe und Programme der Bundesinitiative „wir ...hier und jetzt “
  • Jury im Programm “Mädchen Stärken “ der DKJS und Nike..
  • Teilnahme an Europäischer Jugendkonferenz April 2004 in Paris
  • Teilnahme an Workshop zur Gestaltung von Projekt P (CD,Website,Fotoshooting)
  • Prora03 vom 22.-24.August 2003
  • Verfassungstage 2003 vom 21.-24.Mai 2003 in Berlin
  • Politiktagen vom 14.-16.März 2002


(Stand:Januar 2005,kein Anspruch auf Vollständigkeit...)


Aktuelle und vergangene Infoscout-Einsätze findet ihr unter www.jugendbeteiligung.info/infoscout

[bearbeiten] Die Rolle der Infoscouts (Coorporate Behaviour)

Das Corporate Behaviour stellt einen kleinen Knigge für Infoscouts auf Einsätzen dar. Die Wirkung soll eine doppelte sein: Durch ein einheitliches Auftreten wirken die Infoscouts nach außen hin professioneller. Im Inneren wird ein effektives Arbeiten ermöglicht und das Team gestärkt. Der Spaß soll hier aber nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil: Je schneller wir unsere Aufgaben erledigen, desto mehr Zeit haben wir um einen Infoscouteinsatz zu genießen. Womit wir auch gleich schon zum ersten Punkt kommen: Pünktlichkeit Eigentlich ein logischer Punkt. Gerade deshalb sollte er hier Erwähnung finden. Einigen ist nämlich folgendes nicht bewusst: Bei einem Treffen mit 50 Leuten bei dem 40 Leute die Pünktlich sind auf 10 Personen 5 Minuten warten müssen gehen 200 Minuten Arbeitszeit, also über 3 Stunden verloren. Deshalb bitte immer versuchen zu Treffen und sonstigen Terminen pünktlich zu kommen oder wenigstens bescheid zu geben, wenn das nicht geht. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Absprachen Zusagen sollten eingehalten werden. Außerdem sollten Zusagen eindeutig sein. Ein vielleicht hilft keinem weiter. Lieber eindeutig Nein sagen, wenn man etwas nicht machen kann. Grundsätzlich hoffen wir natürlich auf eine Sache: Mitdenken Je mehr ihr alle mitdenkt, desto weniger Fehler passieren. Also ruhig alles, was euch auffällt weiter geben. Das unterscheidet uns nämlich von anderen Gruppen. Genau wie folgende Eigenschaft: Jugendlichkeit Wir sind Jugendlich. Also lasst uns dass auch zeigen. Durch unkonventionelle Ideen die eben noch nicht fest gefahren sind. Keine Idee ist so abwegig, dass wir nicht wenigstens drber nachdenken könnten was daraus zu machen. Wir sind spontan. Trotzdem soll natürlich eine Eigenschaft nicht fehlen: Freundlichkeit Auch logisch. So kommen wir schneller ans Ziel und fallen positiv auf. Mein Lieblingspunkt ist ja: Das Infoscoutshirt Fällt mit dem schönen Orange ja ein wenig auf. Deshalb: Wenn ihr als Infoscouts arbeitet sollt ihr das T-Shirt anhaben. Habt ihr Pause und wollt sie auch genießen können dann zieht euer T-Shirt aus. Sonst müsst ihr damit rechnen für irgendwas eingespannt zu werden.

Bleibt zum Schluss nur noch: Wir sind ein Team Also helft und unterstützt euch gegenseitig. Denn wir treten auch als Gruppe auf. Wenn einer was schlecht macht gelten gleich alle als Schlecht, macht einer etwas klasse, hinterlässt das für alle einen guten Eindruck.

[bearbeiten] Aktionspool

[bearbeiten] Standards für ISE auf Veranstaltungen

Standards für SJB-Infoscout-Einsätze auf Veranstaltungen

Konzept, allgemeine Voraussetzungen

Art des Einsatzes definieren: lokal, landesweit, bundesweit


Mit bSJB absprechen

Zuständigkeiten festlegen: regSJB/bSJB/Veranstalter SMARTe Ziele + Prioritäten gemeinsam formulieren Standards für Programmteil: Information, Vernetzung und Projektentwicklung (organisatorisch, methodisch, inhaltlich, emotional) Internetbegleitung Veranstaltungszeitung (Ausschreiben, Kontakt politikorange)


Aufgabenverteilung/Rollen:

Veranstalter  für Gesamtorganisation SJB  für Anleitung/Unterstützung/Briefing der IS (Aufgaben delegieren) IS  für Durchführung Beibehaltung der inhaltlichen und organisatorischen (nicht zu viele!) Aufgaben Genaue Aufgabendefinierung und –verteilung im Vorfeld Einsatz/Aufgaben der Kerngruppe klären Absprachen mit dem Veranstalter: Unterstützung der SJB-Durchführung


Einbinden der IS in Veranstaltung / Auftreten

Klären, wie das „Expertenwissen“ der Infoscouts die Veranstaltung inhaltlich und qualitativ bereichern kann Infoscouts in die Vorbereitung und Durchführung des Programms konkret einbinden, z.B. als Referenten Erkennungszeichen: Tragen der orangenen T-Shirts SJB und IS-Netzwerk den Teilnehmern präsentieren und vorstellen

  • in Publikationen im Vorfeld (Guide, etc.)
  • auf der Veranstaltungswebseite
  • während der Eröffnung o.ä.

Hauptfunktion der IS klarstellen: IS sind Infoweitergeber  Konsequenz: IS müssen während der Veranstaltung stets über die aktuellsten Infos (Programm, Räumlichkeiten, etc.) verfügen Sicherstellen, dass Veranstalter Infos weitergibt  siehe Kommunikation während der Veranstaltung


Vernetzung und Identitätsförderung unter den Infoscouts Emailverteiler der eingesetzten IS 3 Wochen vorher Absprachen mit dem Veranstalter: IS-T-Shirts auf der Veranstaltung Liste mit Spezialisten (jeder IS hat eine spezielle Qualifikation): z.B. in Form eines Steckbriefs, den die IS vor Beginn der Veranstaltung ausfüllen Liste mit Handynummern+IS-Team+ (falls möglich) Hinweis, wo der IS auf der Veranstaltung zu finden ist


Vorbereitung der Infoscouts

Anreise mindestens einen Tag früher zur Vorbereitung Zur Not Unterteilung:

  • Vorbereitungsworkshop Kerngruppe (Standardablauf zur Orientierung erarbeiten)
  • Vorbereitungsworkshop Infoscouts (Standardablauf zur Orientierung erarbeiten)


Standard-Zeitplan für die Vorbereitung der Infoscouts (betrifft nur die Information der Infoscouts, nicht z.B. Absprachen mit dem Veranstalter, Materialbestellung...)

  • 8-4 Wochen vorher Ausschreibung des Infoscout-Einsatzes
  • 3 Wochen vorher Deadline für die Anmeldung
  • 3 Wochen vorher Bestätigungsmail, Aufforderung zur Mitgestaltung (Fragen, Ideensammlung)

bis spätestens 1 Woche vorher

  • Infopaket an die teilnehmenden Infoscouts - Inhalt:
    • Anschreiben
    • Infoscout-Teilnehmer-Liste
    • Beschreibung der Veranstaltung
    • Beschreibung der Infoscout-Aufgaben
    • Ablaufplan der Veranstaltung+ Ablaufplan mit den Infoscout-Aufgaben
    • Orga-Zeugs : Anfahrtsskizze, Lageplan des Veranstaltungsgeländes, Checkliste „ was-ist-mitzubringen?“, Fahrtkostenformular, Freistellung, Formular zur Einverständniserklärung der Eltern
    • Fragenliste zur inhaltlichen Vorbereitung der Infoscouts (wieder zur Mitgestaltung)
    • Meist-gestellten-Fragen-an-einen-Infoscout
    • Standards: Infoseite der bSJB und der jeweiligen regionalen Servicestelle
  • 5 Tage vorher Mail oder Anruf zur Erinnerung und Bestätigung, dass der Infoscout auch wirklich Zeit und seine Fahrkarten hat (Mail mit Rückmeldebogen)
  • 3 Tage vorher Letzte Mail vor der Veranstaltung zur Erinnerung an was an alles gedacht werden muss
  • Möglichst 1 Tag vor Veranstaltungsbeginn Gemeinsames Briefing (Teile davon können auch in Kleingruppen erfolgen)

Kennen lernen:

Ziel: jeder kennt jeden

  • welche IS sind da (Projekte/Personen)  „Expertengedanke“ im Team
  • Was ist IS, SJB, regSJB: unterscheiden zwischen
    • „neuen IS“  grundlegende Infos
    • „erfahrenen IS“  Neuigkeiten aus dem Netzwerk
  • Hintergrund der Veranstaltung/ des IS-Einsatzes
  • Ziele klären
    • für die Infoscouts (persönlich)
    • für das Netzwerk IS/regSJB/bSJB
    • für die Veranstalter
  • Orga-Ablauf
  • Programmkenntnis inhaltlich und organisatorisch
  • Teams bilden und kenntlich machen, dabei in IS-Gruppen arbeiten (Orga/“MobilesEinsatzTeam“, Doku, Info, Kontakt)  welcher IS ist wann wo (Beispiele, was Ziele der Teams sind und Aufgaben sein können, Standardspiele)


  • Möglichst 1 Tag vor Veranstaltungsbeginn getrennte Briefings der Teams
  • Klärung der IS-Rolle: was bedeutet es, Infoscout zu sein? Dabei die inhaltliche Rolle der IS betonen (IS sind nicht nur Leute, die Gatter hin und hertragen und die Essenausgabe organisieren, sondern vor allem Personen, die mit den Teilnehmer ins Gespräch kommen und sie vernetzen sollen.)
  • Methodenvorbereitung (kann auch in den getrennten Briefings erfolgen): welche Leute soll ich ansprechen? Wie spreche ich Leute an? Wie bringe ich sie ins Gespräch? Wie gehe ich mit aggressiven Teilnehmern um? Usw. (Grundlage: Anleitung „Was tun auf Veranstaltungen“, siehe Kapitel „Vernetzen“ + Erfahrungen von anderen IS und von SJB-Mitarbeitern)
  • Einweisung in Räumlichkeiten am Veranstaltungsort
  • Plan aufstellen, wann wo jeder IS ist, als eine Art „Einsatzwand“

Auf der Veranstaltung ständiger Infopoint (IS-Raum) für Infoscouts (siehe nächsten Punkt „Kommunikation während der Veranstaltung“)


Kommunikation während der Veranstaltung

  • Zwischen den IS
  • Extra-Raum für IS
  • zentral liegend und gut zu erreichen
  • aktuelle Infos und Aufgaben auf einem „schwarzen Brett“ oder Handzettel
  • Visualisierung der IS-Aufgaben und Einsätze (aktuelle Namenswand/Einsatzwand)
  • Liste mit Handynummern aller IS (evtl. mit der Bemerkung: „vertraulich“)
  • als Rückzugsraum + Pausenraum
  • Ständige Besetzung durch mindestens zwei Infoscouts: Sie sind Ansprechpartner für Veranstalter und für IS, sie sammeln und verteilen Aufgaben während der Veranstaltung, und sammeln Probleme und Lösungen.
  • Regelmäßige Treffen (z.B. jeden Tag um 19 Uhr) in einem ruhigen Raum, um Fragen zu klären, Wünsche zu äußern, Frust loszuwerden... (bringt Ruhe, Regelmäßigkeit in den Tag, fördert Identität und Zusammenhalt und ermöglicht flexibleres Agieren)

Zwischen IS und Teilnehmern

  • Einbindung der anderen Teilnehmer: Projekte und Themen
  • Teilnehmerbetreuung durch IS  besserer Kontakt zu Teilnehmern und weniger Kosten
  • Teilnehmern sagen, was IS sind  Erkennungszeichen
  • Kontakt mit und unter Teilnehmern schaffen (gemeinsame Aktionen, z.B. Ballspiele, Kennenlernspiele)
  • Gemeinsame Unterbringung der IS und Teilnehmer
  • Begegnungsstätte für IS und Teilnehmer (gemeinsame Abendveranstaltungen, z.B. Party, Picknick...)

Zwischen IS und Veranstalter

  • Informationen sind Hol- und Bringschuld
  • Veranstalter gibt aktuellste Infos zeitnah an IS weiter
  • IS geben Infos der TN an Veranstalter, aber: kanalisiert

Umsetzung:

  • eine Hauptansprechperson der IS für Veranstalter
  • Kerngruppe
  • Gemeinsames „schwarzes Brett“

Moderation:

  • Rahmenmoderation mit Methodenkenntnissen
  • Checkliste für Moderatoren

Pressekompetenz der IS:

  • Jeder IS weiß, welche Grundinfos er/sie Pressevertretern geben kann.
  • Handzettel mit den wichtigsten Infos (als Grundlage kann man die „8 berüchtigten Fragen an einen Infoscout“ nehmen, siehe Kapitel „Grundlagen“)
  • Infoscouts mit Medienerfahrung als Pressesprecher der IS für alle Fragen, die weiter gehen als die Pressekompetenz der normalen IS

Notfälle:

  • Verantwortung für Teilnehmer im Notfall  Sollte gleich bei der Aufteilung der Teams und der Aufgabenverteilung mit ausgearbeitet werden

Dokumentation:

  • Standards für Dokumentation

Nachbereitung:

  • Protokoll
  • Fahrtkosten

Auswertung:

  • In regSJB
  • Mit IS (auf/nach Veranstaltung)
  • Methode / Ziel klären im Vorfeld
  • Adressliste aller IS an alle
  • Alle IS in SJB-diskussion@jugendbeteiligung.info
  • Kontakt zu Veranstalter
  • Kontakt zu teilnehmenden IS


INTERN

SJB intern:

  • regSJB-Arbeit anhand der Teamregeln
  • regSJB-Mitarbeiter sichern eigene Erreichbarkeit (Handy!)

Arbeitshilfen:

  • Vordruck für Teilnehmerliste (z.B. Liste des Kinder- und Jugendplans) mitnehmen, um die Anwesenheit der Teilnehmer zu bestätigen (Name, Vorname, Anschrift, Bundesland, Alter, Unterschrift, Tageanzahl)

Teilnehmer-Verwaltung:

  • Vor der Veranstaltung
  • Vor der Veranstaltung sicherstellen, dass die notwendige Technik zur Verfügung steht (mitnehmen oder vom Veranstalter):
    • Laptop+Ladegerät
    • Handys+Ladegerät (Guthaben vorher prüfen)
    • Leere Disketten
    • Leere CDs (möglichst Rewritable)
    • USB-Sticks
    • Netzwerkkabel (Aufpassen! Unterschiedliche Anschlüsse für Strom, ISDN, Modem)
    • Drucker
    • Papier
    • Digicam/Videokamera
    • Aktuelle TN-Liste ausdrucken und mitnehmen
    • Prinzipiell dürften nur Leute teilnehmen, die einen IS-Bogen schon ausgefüllt haben. Bei
    • Spätanmeldungen kann der Bogen direkt auf der Veranstaltung ausgefüllt werden.

Auf der Veranstaltung:

  • Liste mit Handynummern + IS-Team erstellen und verteilen
  • Teilnehmerliste (z.B. KJP-Liste) unterschreiben lassen
  • Teilnehmerdaten überprüfen lassen
  • Infoscout-Bögen ausfüllen lassen (von denen, die das noch nicht getan haben)  für diese Aufgaben ist es sinnvoll, ein extra Zeitfenster einzurichten. Trotzdem flexibel arbeiten (es gibt immer Nachzügler)

Nach der Veranstaltung:

  • IS-Bögen an die SJB schicken

[bearbeiten] Wir besuchen regionale und bundesweite Veranstaltungen

Eine Grundlage für Vernetzung ist die Teilnahme an Veranstaltungen. Auf Veranstaltungen treffen sich Leute mit unterschiedlichen Hintergründen, Regionen und Projekten aber mit ähnlichen Interessen. Ideale Voraussetzung, um interessante Kontakte zu knüpfen, Informationen über die eigenen Aktivitäten zu streuen und Leute in Kontakt zu bringen.

Bloß... was tun, wenn ich als Infoscout Veranstaltungen besuche?


VORHER

  1. Informationen über Veranstaltung sammeln (z.B. Homepage ansehen, Veranstalter kontaktieren). Prüfen, ob eine Teilnehmerliste im Vorfeld vorhanden ist.
  2. Kommunikationsangebote im Vorfeld nutzen (Foren, Chats, Mailingliste)
  3. eigene Erwartungen formulieren und am besten aufschreiben
  4. Mappe packen mit:
    1. Material über eigene Projekte
    2. SJB-Material (IS-Flyer, regSJBFlyer...)
    3. ggf. aktuellen Newsletter der Servicestelle Jugendbeteiligung (SJB)
    4. Kontaktliste
    5. Interessentenliste
    6. Auswertungsbogen „Im Rückblick auf“
    7. Genug IS-Bögen


MITTENDRIN

A. Information streuen

  1. mitgebrachtes Infomaterial an allen (un)möglichen Stellen auslegen (Flyer...)
  2. wenn es das Programm zulässt, eigenes Projekt und Infoscout-Netzwerk offiziell vorstellen
  3. auf ausgelegtes Material und Interessentenliste hinweisen
  4. in Diskussionsbeiträgen Ideen von effektiver Jugendbeteiligung vermitteln

B. Menschen ansprechen

  • die Projekte machen (z.B. Schülervertreter/in)
  • die wichtig sind (z.B. Minister/in)
  • die Infos haben (z.B. Veranstaltungsreferent/in)
  • die Ideen haben (traut allen alles zu!)
  • die Unterstützung brauchen
  • deren Wortbeiträge zu Zustimmung oder Widerspruch herausfordern


WENN ICH SIE NOCH NICHT KENNE:

  1. nach deren Arbeit, Projekten, Veranstaltungen etc. fragen
  2. Visitenkarte geben lassen oder Kontaktdaten in Kontaktliste aufnehmen
  3. eigene Kontaktdaten an Leute geben
  4. Infoscoutnetzwerk und eigene Projekte vorstellen
  5. Infomaterial verteilen (Flyer...)


WENN ICH SIE SCHON KENNE:

  1. überlegen, woher und daran anknüpfen
  2. fragen, was inzwischen geschehen ist (neue Projekte, Veranstaltungen etc.)
  3. neues aus der Welt der Jugendbeteiligung berichten (Newsletter!)

Ganz Wichtig dabei: Einfach trauen! Nicht lange zögern, sondern offen auch auf Fremde zu gehen.

Vielleicht hilft es ja das ganze als ein Spiel zu sehen und je mehr Leute du ansprichst , miteinander Kontakt bringst, desto besser bist du!


INFORMATION SAMMELN

  1. alle Materialien anderer (Flyer, Broschüren etc.) abgreifen
  2. mündliche Informationen in Kontaktliste aufnehmen
  3. Interessentenliste auslegen, Menschen in die Hand drücken, in Arbeitsgruppen rumgeben und wieder einsammeln


DANACH

  1. Mit der bSJB telefonieren, über die Veranstaltung berichten und neue Kontakte/Projekte/Infos weitergeben
  2. entstandene persönliche Kontakte weiter vertiefen und pflegen

[bearbeiten] Organisation einer Großveranstaltung (CL)

[bearbeiten] Regionale Servicestellen Jugendbeteiligung (regSJB)

[bearbeiten] Grundaufbau einer regSJB

[bearbeiten] Was ist regionale Servicestelle Jugendbeteiligung

Was ist eine regionale Servicestelle Jugendbeteiligung? Jugendliche wollen und sollen die eigene Lebenswelt maßgeblich gestalten. Entweder durch selbstgestaltete Projekte und Initiativen und/oder durch ihre Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Prozessen und Entscheidungen. Regionale Servicestellen Jugendbeteiligung helfen ihnen dabei. Regionale Servicestellen für Jugendbeteiligung (regSJBen)sind vor Ort angesiedelte Jugendbeteiligungsbüros der Infoscouts, die vor Ort über Jugendbeteiligungsprojekte informieren, diese beraten und lokal und überregional vernetzen. „Regionale Servicestelle Jugendbeteiligung “ist ein Titel für diese Jugendbeteiligungsbüros von Jugendlichen für Jugendliche, die nach gemeinsam im Infoscout-Netzwerk vereinbarten Standards arbeiten. Sie können aber auch anders heißen.


Eine regionale Servicestelle Jugendbeteiligung

  • ist Ansprechpartner für Jugendbeteiligung in ihrer Region,
  • sammelt,bündelt und verbreitet Informationen von Jugendlichen und für Jugendliche,
  • berät und unterstützt Projekte,
  • verknüpft bestehende Strukturen.


Was bringt es euch,eine regionale Servicestelle Jugendbeteiligung zu gründen?

  • Ihr unterstützt Jugendliche, ihr eigenes Lebensumfeld selbst zu gestalten.
  • Ihr werdet Teil eines Netzwerkes, in dem junge Leute echte Veränderungen anstreben.
  • Ihr seid an der Quelle der Information und wisst immer,was wann wo statt findet.
  • Ihr werdet in Methoden ausgebildet (Moderation,Projektmanagement...)und befähigt, Methodenseminare selbst durchzuführen.


Wo gibt es regionale Servicestellen Jugendbeteiligung?

Regionale Servicestellen Jugendbeteiligung gibt es in ganz Deutschland. Auf www.jugendbeteiligung.info/regional findet ihr eine Liste mit den Orten,in denen es regSJBen gibt.


Grundsätze - Standards/Kriterien - Ressourcen

Was ist eine regionale Servicestelle?

  • Jugendliche bilden selbst Ansprechpersonen für Jugendbeteiligung
  • Direkter Kontakt zu (vor Ort) Projekten
  • Bestehende Strukturen verknüpfen:
    • Auf regionaler Ebene
    • SJB <–> reg. Projekte
  • Beratung und Unterstützung vor Ort
  • Unterstützung bisheriger Projekte
  • Ermutigung zu neuen Projekten
  • Finanzierungsvermittlung (Förderungen, Wettbewerbe, Sonderprogramme)


Struktur frei nach Initiatoren:

  • Dachverbände
  • Arbeitskreise
  • Projektbüros


Grundanforderungen_

  • Beständigkeit
  • Erreichbarkeit
  • Jugendlichkeit
  • Kompetenz
  • Pluralität
  • Vernetzung
  • Ergebnisorientierung
  • Beständigkeit
    • Mindestens 3 verbindlich Aktive bilden eine SJB  Verantwortung
    • Fester Ort
    • Finden und coachen von Nachfolgern
  • Erreichbarkeit
    • Homepage
    • Telefonnummer
    • Faxnummer
    • Email
    • Anrufbeantworter
    • Postadresse
    • Klar definierte Sprechzeiten
    • Präsenz auf Veranstaltungen in der Region
  • Jugendlichkeit
    • Die aktiven Personen der SJB müssen zwischen 0 bis 27 Jahren alt sein.
  • Kompetenz
    • Vielfalt der Informationsbeschaffung (Wissen ist: Zu wissen, wo man das nachlesen kann, was man nicht weiß)
    • Sicherung der Grundkompetenzen und regelmäßige Weiterbildung der aktiven Mitglieder der SJB (min. 2x pro Jahr)
  • Pluralität
    • Überparteilich, Meinungsfreiheit, Strukturenunabhängig (von Institutionen)
    • Projektvielfalt
  • Vernetzung
  1. Situationsanalyse (Mittel: Datenbank) + Bedarfsanalyse
  2. Gewinnung von Kooperationspartnern
  3. Nachweis über erfolgreich vernetzte Strukturen/Projekte
  • Ergebnisorientierung
    • Alle 4 Monate Selbstevaluation für das Aktiv-Team
    • Mindestens 2 Projekte im Jahr
    • Jahresrückblick (schriftlich)


Ressourcen für reg SJB:

  • Eigene
  • Und aus dem Netzwerk/der SJB
  • Ressourcen - Zeit
    • Feste Anlaufzeiten/ Treffpunkte
    • Beratungszeit
  • Infosammlung, Infoaufbereitung
  • Kontakte pflegen, neue Kontakte knüpfen
  • Schätzung des Zeitbedarfs:
    • 30 – 40 Wochenstd. auf alle Beteiligten verteilt
    • Min. 5 Personen erklären sich zur „kontinuierlichen Mitarbeit“ bereit


Ressourcen - Finanzen

  • Verschickungen
  • Telefon/ Internet
  • Fahrtkosten (bei Flächenländern z.B. Sachsen-Anhalt, bundesweite Vernetzung)
  • Druck
  • Unterkunft/ Verpflegung
  • Kleine Spesen (z.B. Pizza bei Arbeitssitzung)
  • Problemaufstellung ohne Lösung, Kosten extern auslagern, Lösung durch Initiatoren
  • Träger: Kontakt zu einem Träger schon vorhanden / zu suchen  hilfreich


Aufgabe der Bundes-SJB im Prozess, Unterstützungsangebote:

  • Liste/ Sammlung von vorhandenen Jugendprojekten
  • Kontaktherstellung zu anderen vergleichbaren Projekten  bundesweit
  • Zertifikat (Logo, Schild, etc.)
  • Infos
  • Veranstaltungen
  • Projekte
  • Quellen
  • Kontakte
  • Aufgabe der Bundes-SJB im Prozess, Unterstützungsangebote
  • Tools/Werkzeuge: Beratungscheckliste
  • Praxistipps
  • Infoscouts
  • Prozessmoderation
  • Prozessdokumentation
  • Büro/Projekthandbuch
  • Erfahrungsweitergabe worst practice/ best practice


Wann arbeitet eine regionale Servicestelle?

  • Wenn alle Anforderungen + ½ erfüllt sind ?
  • ab der ersten Startversammlung beteiligter/ interessierter Projekte ?
  • KickOff Workshop ?

[bearbeiten] Standards und Kriterien von regSJBen

Standards und Kriterien zu den 7 Punkten


Standards/Kriterien - Beständigkeit

  • Unterschiedliche Lebensabschnittsabsolventen
  • Unterschiedliches Alter
  • Reibungsloser Übergang der Nachfolger durch frühzeitiges Heranführen
  • Checklisten und Materialien
  • Erreichbarkeit/Kartei von Vorgänger
  • Transparente Archivierung und übersichtliche Datenbanken
  • Bürostruktur (mit angenehmer Atmosphäre)
  • Offener Treff
  • Anlernen junger neuer Mitarbeiter + Nachwuchs


Standards/ Kriterien – Erreichbarkeit Nutzergruppen

  • Erreichbarkeit (jemand ist erreichbar + Möglichkeit ist bekannt)
    • Für bestehende Projekte
    • Für Leute, die Projekte gründen wollen
    • Für Öffentlichkeit/ für Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung


Standards/ Kriterien - Erreichbarkeit

  • Öffentlichkeitsarbeit/Informationen
    • Vor Ort- Werbung
    • Kontakt zu Verwaltung, Politik, lokalen Medien
    • Kontakt zu Schulen, Jugendeinrichtungen


Standards/ Kriterien - Erreichbarkeit

  • Anlaufstelle/ Infrastruktur
    • Postadresse 
    • E-Mailadresse 
    • Homepage mit Projektinfos, aktuellen News + mit Veranstaltung Infos, U26.-Forum, nächste Treffen, Selbstdarstellung ... 
    • Telefon/ Fax 
    • Möglichkeit, auf Büro- und Sitzungsräume zurückzugreifen 


Standards/Kriterien -Erreichbarkeit

  • Alle Kommunikationsmittel anwenden
  • Gut ausgebaute Homepage
  • wöchentliche Sprechstunde
  • Präsentation/Teilnahme an Veranstaltungen im Jugendbereich - Schülerkongress, Jugendmessen, Innenstadt, etc
  • Infomaterial/Visitenkarten
  • Eigene Publikationen -Newsletter, Zeitung, PÖ-Arbeit
  • Email-Check (täglich)
  • Auf Zielgruppe zugehen, bsp Flyer, Plakate


Standards/Kriterien - Jugendlichkeit

  • Alle unter 27 - darstellen!
  • Schüler sprechen über Schüler
  • Sportveranstaltungen von Hobbysportlern organisiert


Standards/ Kriterien - Kompetenz:

  • fachliche/methodische
    • Projektqualifiziert (bereits vom Konsumenten zum Produzenten geworden) 
  • Überblick über Jugendprojekte und Strukturen in der Region
  • Methodenqualifiziert (Moderation, Projektmanagement,...) 
  • Beteiligte sind/waren (im letzten halben Jahr) in eigenem Jugendprojekt aktiv 
  • Methodenchecklisten: Beratung, Moderationszyklus/Maßnahmenplan


Standards/ Kriterien - Kompetenz: persönliche Anforderungen

  • Wille :
    • zur Kooperation/ zur Vernetzung (Kooperationsbereitschaft)
    • zur Weiterbildung
    • Beratung / Kundenorientierung (Moderationsfähigkeit, andere Leute produktiver machen, Offenheit für andere Vorstellungen/Ansätze)
    • Hilfe zur Selbsthilfe geben


Standards/Kriterien: Kompetenz

  • Seminarangebote
  • Moderation, Projektmanagement,
  • Finanzakquise, Rhetorik, Methodik,...
  • Erfahrungs-/Kompetenzpool sein, haben und regelmäßig ausbauen


Standards/Kriterien: Pluralität

  • Zusammenarbeit mit X
  • Kontakt zu X
  • Kooperation mit X
    • Ben, Basketball, 14 – zu Jugendamt/Sportverein
    • Kooperationsveranstaltungen der Kulturen, Hautfarben


Standards/Kriterien: Vernetzung - Verknüpfungspunkte zwischen Berlin und reg SJB

  • Zwischen anderen Projekten der SJB
  • bundesweite Vernetzung durch Infoscout(IS)-Pool/durch Core Group
  • IS bauen Reg. SJB auf <-> Reg. SJB befähigt IS
  • Austausch/Kontakt zwischen den entstehenden Reg. SJBen
  • Extra-Themenblock auf IS-Treffen
  • Besuche
  • Austausch/Bericht innerhalb der SJB
  • Unterstützung beim Aufbau weiterer regionaler SJBen (Erfahrungsaustausch...)


Standards/Kriterien: Vernetzung

  • Reg SJBen – Kommunikation
  • Datenbankabfrage, z.B. SV-Seminare
  • Wir wissen, wer jemanden kennt! – suchen/wissen, wer Dir helfen kann
  • Homepage, Mailinglisten


Standards/ Kriterien - Informationen

  • Sammlung, Bündelung, Aufbereitung und Weiterverbreitung von Informationen
  • Nutzung der Datenbank


Standards/ Kriterien - Ergebnisorientierung

  • Alle 4 Monate Selbstevaluation
  • Bedarfsorientierte Projekte
  • Austausch regSJBen untereinander
  • Jahresbericht
  • Arbeitsdokumentation
  • Evaluationsworkshop
  • Resümee
  • Feedback

[bearbeiten] SJB-Basics

[bearbeiten] Wer ist eigentlich Paul?

Paul ist ein fliegender Moderationsbär.Paul wurde 2002 geboren. Nach Abschluss seiner Ausbildung in fliegender Moderation wurde er von der bundesweiten Servicestelle Jugendbeteiligung adoptiert und sammelte zahlreiche Erfahrungen in den unterschiedlichsten Veranstaltungen. Paul ist der SJB immer treu geblieben -und dies trotz manchmal schwieriger Arbeitsbedingungen:Paul wird nicht selten verkleidet, geschminkt -ja sogar gequält.Paul wurde sogar einmal auf einer Veranstaltung vergessen.Den Rückweg trat er in einem Umschlag der Deutschen Post an und kam etwas platt gedrückt zu uns zurück (mittlerweile geht es ihm aber wieder gut...). Paul ist beliebt,denn wer Paul hat,hat das Wort.Paul entscheidet, indem er hin und her fliegt,wer von den Teilnehmern einer Veranstaltung reden darf.Diese Macht gibt ihm die notwendige Ruhe und Gelassenheit, um in der harten Welt der Jugendbeteiligung zu überleben. Paul hat seit Weihnachten 2003 Geschwister:Klaus-Dieter,Ted-Paulaner,Paula und Paul2, der derzeit in Swasiland lebt. Seine Schwester Paula soll nicht verwechselt werden mit der Paula aus der „Geschichte von Paula “

[bearbeiten] AküLi & Glossar

Abs.

Absatz/Absender


AküLi

Abkürzungsliste


AP

Ansprechpartner


Blitzlicht

Form des Feedbacks,bei der jeder in einem kurzen Statement zu einer konkreten Fragestellung seine Haltung darstellt


Berlin 05

Großes Jugendbeteiligungsevent im Sommer 2005 in Berlin. Der bis dato größte Infscouteinsatz mit mehr als 100 Infoscouts.


BMBF

Bundesministerium für Bildung und Forschung


BMFSFJ

Bundesministerium für Familien,Senioren, Frauen und Jugend


BpB

Bundeszentrale für politische Bildung


bSJB

Bundesweite Servicestelle Jugendbeteiligung


BSK

BundesschülerInnenKonferenz oder ständige Konferenz der LandesschülerInnenvertretungen der Länder Deutschlands (KLLD)


BSV

BundesSchülerInnenVertretung [1]


Clustern

Sinngemäßes Zusammenstellen von Ideen z.B.auf Moderationskarten


Content Sharing System

Informationssystem,das ermöglicht,Inhalte von anderen Webseiten in die eigene zu importieren und sie somit ohne Aufwand mit Inhalten zu füllen und aktuell zu halten.


core-group (cg)

Auf Deutsch:„Kerngruppe “.Gruppe von Personen, die an einem Projekt beteiligt sind,und die in diesem Projekt eine Koordinations-oder Unterstützungsrolle übernehmen.


DBJR

Deutscher BundesJugendring [2]


DJH

Deutsche Jugendherbergen


DKJS - Deutsche Kinder-und Jugendstiftung [3]

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) ist eine »Gemeinschaftsaktion für Jugend und Zukunft«. Sie unterstützt Programme und Projekte für junge Menschen, in denen sie Eigeninitiative, Unternehmensgeist, Teilhabe und Mitverantwortung sowie eine demokratische Kultur des Zusammenlebens erlernen und erleben können. Die DKJS wurde 1994 auf eine Initiative der International Youth Foundation (IYF) gegründet und ist Teil eines internationalen Stiftungsverbundes. Die DKJS ist eine operative Sammelstiftung in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH).


FAQ - Frequently Asked Questions

häufig gestellte Fragen


Feedback

Organisierte Form,konstruktive Kritik zu üben


Fishbowl

Spezielle Form der Diskussionsrunde,bei der die Zuhörer auf freie Stühle im Podium wechseln können und so zu Diskutanten werden;wurde ihr Anliegen diskutiert,machen sie die Stühle für die nächsten wieder frei.


Flipchart

eine Visualisierungsunterstützung ähnlich einer Pinnwand,bestehend aus großen Papierbögen


Flyer

Flugblatt zur Ankündigung von Veranstaltungen oder zur Vorstellung eines Projekts


GWT - Groupwaretool

Bezeichnung für ein Arbeitsmittel im Internet in dem eine Arbeitsgruppe die Möglichkeit hat, Adressen, Dateien und Termine gemeinsam zu verwalten. Beispiele dafür sind www.schola21.de oder www.egroups.net


HP Homepage


IS Infoscout


ISE Infoscout-Einsatz

Jede Aktivität von Infoscouts von der Veranstaltungsbegleitung bis hin zur Jurysitzung oder zur Teilnahme an Jugendbeiräten


JPD - Jugendpresse Deutschland http://.jugendpresse.de]

Bundesverband der Jugendpresseverbände in Deutschland, der die Arbeit der Verbände in den einzelnen Bundesländern untereinander koordiniert


Jugendbeirat

Form der Jugendbeteiligung,in der Jugendliche in Entscheidungsprozessen innerhalb von Erwachsenenstrukturen z.B.Stiftungen bei allen Entscheidungen angehört werden und mitbestimmen


Kartenabfrage

Moderationsmethode,bei der jede Idee auf eine einzelne Karte geschrieben wird,um sie hinterher clustern zu können


KickOff

Gründungsveranstaltung für regionale Servicestellen,bei der sie methodische Unterstützung bekommen,sich mit anderen regSJBen austauschen und die weitere Arbeit planen können


Klausur

Internes Treffen z.B.einer regSJB,bei der man sich Zeit für die Bearbeitung eines bestimmten Themas, Ziels oder Problems nimmt. Achtung:auf einer Klausur werden keine Klausuren geschrieben ;-)


KMK - Kultusministerkonferenz


LJR - Landesjugendring


Lpb - Landeszentrale für politische Bildung


LSV,LSR - LandesschülerInnenVertretung, LandesschülerInnenRat


Maßnahmenplan

Projektplanungstabelle,die folgende Frage beantwortet:

Wer (Verantwortlicher)macht was (Maßnahme)bis wann mit wem (Unterstützung)?


Mediation

Streitschlichtungskonzept,nicht zu verwechseln mit Meditation …


Meditation

Eine Form von geistiger,seelischer und körperlicher Entspannung ;-)


Metaebene:


Metaplan

Großer „Packpapierbogen “ zur Visualisierung auf Pinnwänden


Moderation

Methode zur zielführenden Begleitung von Arbeitsprozessen


Moderationskarte

Zugeschnittenes Papier zur Visualisierung von einzelnen Ideen


MoKo / Mod-Koffer - Moderationskoffer

Koffer in dem alle Dinge enthalten sind die man für die Gestaltung einer Moderation z.B. auf Veranstaltungen benötigt. Das umfasst vor allem Moderationskarten, Eddings, Klebepunkte und Pins.


MultiplikatorIn

Person,die Informationen weiterleiten/vermitteln kann


NiA


NWS Netzwerkstatt

Stadtnetzwerk für Jugend und Politik in Magdeburg,Halle,Leipzig,Dresden,Wittenberg zum Aufbau von Jugendbeteiligungsstrukturen von Jugendlichen für Jugendliche:Jugendforum Magdeburg,Jugendrat Halle,Jugendvertretung Leipzig,Jugendparlament Dresden,Jugendservice Center Wittenberg - gemeinsam mit regionalen Servicestellen Jugendbeteiligung. www.projekt-nws.de (heute NiA)


Open Space

Methode für die Moderation in Großgruppen,in der es keine vorgefertigte Tagesordnung gibt,sondern wo die Teilnehmer selbst Themen vorschlagen können,an denen sie arbeiten wollen.Diese Methode nutzt das Prinzip der „Pausengespräche “,bei denen Teilnehmer sich informell untereinander austauschen.


Ostia [4]

Modellprojekt,in dem Jugendliche neue Ansätze für die Jugendarbeit im Bereich Europa entwickeln.


„Partizapition “ ;;-)

Das,was manche Leute unter Beteiligung verstehen – zuhören,,Meinung sagen und hoffen,dass sie einbezogen wird


Partizipation

Echte Beteiligung von allen Betroffenen an allen relevanten Entscheidungsprozessen


Partner-regSJB

Viele regSJBen haben sich eine Partner-regSJB gesucht,die vielleicht gerade dieselben Projekte machen oder in derselben Region aktiv sind.


Paten-regSJB

Manchmal übernehmen „erfahrene regSJBen eine Patenschaft Patenschaft für eine andere regSJB,die sich gerade erst gründet. Sie helfen ihren Paten beim Aufbau der eigenen regSJB.


PM Pressemitteilung


PO - politikorange

Veranstaltungszeitung von und für Jugendliche


ProMa - Projektmanagement

Organisierte Form der Projektplanung


Prora / Prora 03

Großes Jugendbeteiligungsevent auf Rügen im Jahre 2003, bei der ca. 100 Infoscouts dabei waren, daher sind die Anekdoten über Prora vor allem bei älteren Infoscouts sehr verbreitet. Fortsetzung von Prora 03 ist Prora 06.


punkten

Methode zur Entscheidungs findung in Großgruppen. Mit Hilfe von Klebepunkten markieren die Teilneh- mer die Themen/Auswahlmöglichkeiten,die sie bevorzugen.


PXT - Praxistipp

Sammlung von Erfahrungen aus der Projektarbeit, die an andere weitergegeben werden


regSJB - Regionale Servicestelle Jugendbeteiligung


regSJBen Regionale Servicestellen Jugendbeteiligung

Pluralform von „regSJB “.Die Abkürzung „regSJ-Ben “ hat sich im Arbeitsalltag etabliert,obwohl rein grammatikalisch „regSJBs “ oder „regSenJB “ richtig wären.


Ressource

Alles,was euch in eurer Arbeit unterstützen kann -personell,materiell oder finanziell


RSS-Feed

Möglichkeit neue Inhalte von Webseiten per Mail zugeschickt zu bekommen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein


Schirmherrschaft

Eine öffentlich bekannte Person setzt ihren Namen ein, um größere Aufmerksamkeit auf ein Projekt zu lenken und damit die Umsetzung und Finanzierung zu erleichtern.


StDJ - Stiftung demokratische Jugend


SMART

Zielfindungsmethode,nach der ein Ziel Specific (konkret),Measureable (meßbar),Attainable (erreichbar),Relevant (wichtig),Timed (zeitlich begrenzt)sein sollte


SMV - SchülerMitVerantwortung oder SchülerMitverwaltung

Namen für / von Schülervertretung


SV

SchülerInnenVertretung


Teamen

im Team moderieren


ToP ® - Technology of Participation

Partizipative Moderationsmethode (Die Methode mit der “blauen Wand ”)


TOP - Tagesordnungspunkt


TS - Teamsitzung

Regelmäßig stattfindende Arbeitstreffen eines Projekt- oder Arbeitsteams


Twin-regSJB

Infoscouts bauen gemeinsam zwei regionale Servicestellen auf und sind dadurch so stark an der Arbeit der jeweils anderen regSJB beteiligt,dass sie wie Zwillinge miteinander und füreinander arbeiten.


Vernetzung

Zusammenführen von allen Beteiligten ohne Mittelsmänner


ViSdP - Verantwortliche/r im Sinne des Presserechts


YB-Coach / YouthBank-Coach

Erfahrenes Mitglied des YouthBank-Netzwerkes, das neue YouthBanks bei der Gründung betreut und unterstützt.


Zukunftswerkstatt

Moderationsmethode,in der die Arbeit an einem Thema sich in drei Phasen gliedert:Kritik und Beschwerden, Phantasie und Utopien,Verwirklichung und Praxis. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Mobile Zukunftswerkstatt (MobiZ).

[bearbeiten] Checklisten (CL)

[bearbeiten] Projektcheckliste

[bearbeiten] Seminarplanung

[bearbeiten] Zeitplanung

[bearbeiten] Projektmanagement

[bearbeiten] Methodenkiste (PXT - Sammlung)

[bearbeiten] Moderationszyklus

1. Einsteigen Ankommen Begrüßung Kennenlernen

7. Abschliessen Überprüfung: Ziel erreicht? Feedback 2. Ziel vereinbaren Ziel für das Treffen vereinbaren, Ablauf des Treffens


3. Themen sammeln 6. Maßnahmen z.B. Kartenabfrage Maßnahmenplan

5. Themen bearbeiten 4. Thema auswählen Diskussion mit „Paul“ z.B. Bild malen Problem/Idee/Hürde/Tipp z.B. Punktebewertung Mindmap…


1. Einsteigen Gemeinsames Ankommen Begrüßung und Eröffnung der Sitzung Kennenlernen Erwartungscheck


2. Arbeitsvertrag schließen Ziel vereinbaren Methodik vereinbaren Protokollfrage klären


3. Themen sammeln Präzise Fragestellung Sammlung z.B. durch Kartenabfrage


4. Themen auswählen Clustern Prioritäten setzen


5. Themen bearbeiten Probleme/offene Fragen ausfindig machen Lösungsvorschläge entwickeln Entscheiden


6. Maßnahmen planen Maßnahmenplan Controlling


7. Abschließen Feedback zur Moderation


Methoden zum Themen sammeln

Kartenabfrage

• Fragestellung Eine präzise Fragestellung wird an die Pinnwand geschrieben. • Sammeln Die Teilnehmer schreiben ihre Ideen auf Kärtchen. Dabei soll nicht diskutiert oder kommentiert werden. Verschiedene Farben können für unterschiedliche Aspekte der Fragestellung verwendet werden. Beim Kartenschreiben gelten folgende Regeln: - ein Gedanke pro Karte - eine Karte pro Gedanke - nicht mehr als 8 Wörter, nicht mehr als 3 Zeilen pro Karte - nicht BLOCKSCHRIFT sondern Druckschrift (leserlicher) benutzen: FALSCH – richtig Die TN stellen ihre Karten vor und pinnen sie an die Pinnwand. Verständnisfragen dürfen zwischendurch gestellt werden – aber keine Diskussion! • Clustern Die Karten werden nach Thema/Bedeutungen zusammengelegt und mit Überschriften versehen.


Brainstorming

Eine präzise Fragestellung wird an die Pinnwand geschrieben. Auf Zuruf sammelt der Moderator/die Moderatorin die antworten der Teilnehmer. In dieser ersten Phase herrscht Diskussions-, Kritik-, Lob- und Kommentarverbot! Gleiche Ideen dürfen mehrmals genannt werden. Bemerkungen wie „das haben wir schon“ sind verboten. Verständnisfragen dürfen gestellt werden und sollen schnell beantwortet werden.


ABC-Brainstorming

Ähnlich wie das Brainstorming mit dem Unterschied, dass die Teilnehmer die Ideen anhand des ABC nennen.


Fragebogen

Die Ideen werden durch einen vorab versendeten Fragebogen gesammelt und können in die Vorbereitung der Sitzung einfließen.


Methoden zum Themen auswählen

Punktebewertung

Ausgehend von einer Themensammlung erhält jedeR TeilnehmerIn einen farbigen Klebepunkt und setzt ihn zum Thema, das ihr/ihm am wichtigsten ist. Die Teilnehmer können mehrere Punkte erhalten (nie mehr als die Hälfte der zu bewertenden Themen) und sie zu mehreren Themen setzen.

Durch das Auszählen der vergebenen Punkte wird eine „Hitliste“ erstellt. Die Themen mit den meisten Punkten können dann bearbeitet werden.

Um eine Beeinflussung der Teilnehmenden durch Gruppendruck zu vermeiden, kann folgende Methode angewendet werden: - alle Themen werden durchnummeriert - die TeilnehmerInnen schreiben auf ihren Klebepunkt die Nummer des Themas, auf das sie den Punkt kleben wollen - erst wenn alle ihre Punkte so festgelegt haben, wird begonnen Punkte aufzukleben.


Methoden zum Themen bearbeiten (1)

Visualisierte Diskussion

Das Thema wird diskutiert, wobei die Moderation die verschiedenen Thesen stichwortartig festhält und visualisiert. Dies verhindert, dass Diskussion sich im Kreis drehen.


Input

Eine Person hält zu dem Thema einen kurzen Vortrag oder ein Referat (möglichst visualisiert mit z.B. Flipchart oder Overhead-Projektor).


Skizzen/Organigramme

Das Thema wird durch Skizzen, Organigramme oder Netzbilder visualisiert und Lösungen/Vorschläge für die Weiterbearbeitung des Themas entwickelt. • Mindmap Ein Oberbegriff wird in die Mitte eines Blatts Papier gesetzt. Hauptbegriffe werden in „Hauptzweigen“ vom Mittelpunkt aus gesammelt, die Unterbegriffe werden in „Nebenzweigen“ zugeordnet. • Problemskizze In einer Tabelle werden für jedes Problem die Symptome, die möglichen Ursachen und die möglichen Maßnahmen gesammelt. • Problemanalyse Folgende Gedankefolge wird auf einer Tafel visualisiert: 1. So äußert sich das Problem  2. Das können die Ursachen sein  3. So sollte es aussehen  4. Das wollen wir konkret tun oder 1. das Problem 2. die Ursachen  3. die Kompetenzen  4. die Lösungen oder • Problembetrachtung Positive und negative Aspekte eines Themas werden gesammelt. Dann werden folgende Fragen beantwortet: Was müssen wir tun, um die positiven Aspekte zu erhalten? Was können wir tun, um die negativen Aspekte zu • Problembearbeitung Ein Problem wird durch eine 4-spaltige Tabelle dargestellt: Problem, Idee, Hürde, Tipp.


Methoden zum Themen bearbeiten (2)

Pro/Contra

Es werden zu einem Thema radikale Aussagen formuliert und visualisiert. Alle Teilnehmer erhalten Kärtchen, die auf einer Seite rot und auf der anderen Seite grün sind. Die Aussagen werden in den Raum gestellt und dann sofort abgestimmt (grün für JA, rot für NEIN). Das Abstimmungsergebnis wird notiert. Dann wird über die Aussage diskutiert und ihr Wortlaut verändert. Dann wird über den neuen Wortlaut abgestimmt und das Ergebnis notiert. Der Vorgang soll so lange wiederholt werden, bis alle Teilnehmer sich auf einen Wortlaut einig sind.


Bildhafte Darstellung

Unter dem Motto „Wir sitzen alle in einem Boot“ zeichnen die Teilnehmer auf große Plakate in Kleingruppen oder gemeinsam ein Boot, das eine Veranstaltung, eine Organisation, ein Projekt, etc. darstellt. Fragen wie „Wer lenkt das Boot?“, „Wer ist der Rettungsring?“, „Wohin treibt das Boot?“, „Ist das Boot auf weiter See?“, etc. lassen eine lebhafte Diskussion in Bildern entstehen.

Nach der Beschreibung der Ist-Situation wird an unterschiedlichen Punkten angesetzt. Bildhafte Alternativen werden überlegt, die dann in die Realität „übersetzt“ werden können.


Maßnahmenplan

Was Wer Mit wem Mit welcher Unterstützung Bis wann Controlling Protokoll schreiben Marc Paula Digicam, Laptop 10.08. Peter


Protokoll verschicken Peter E-Mail-Liste 12.08. Marc




Diskussionsmethoden

Maskottchen

Ein Stofftier (Joe die Ratte, Paul der Bär...) wird von einem zur anderen geworfen. Nur wer das Maskottchen in der Hand hält, ist am Wort, die anderen hören zu.

Diese Methode schafft eine gleiche Ebene zwischen den Teilnehmern und verhindert, dass alle gleichzeitig reden.

Bällchen

Die Teilnehmer sitzen im Kreis. In der Mitte steht eine leere Schüssel. Jeder erhält 4 grüne Bällchen (oder anderen kleinen Gegenstand) und 2 rote. Wenn ein Teilnehmer zu Wort kommen will, wirft er einen grünen Ball in die Schüssel. Wenn er jemanden unterbrechen will oder ihm widersprechen, wirft er einen roten Ball. Wenn man keinen Ball mehr hat, darf man nichts mehr sagen.

Diese Methode dient der Gleichberechtigung der Teilnehmer in einer Diskussion. „Vielredner“ werden gebremst, „Schweiger“ zur Diskussion ermuntert.


Visualisierte Diskussion

Das Thema wird diskutiert, wobei die Moderation die verschiedenen Thesen stichwortartig festhält und visualisiert. Dies verhindert, dass Diskussion sich im Kreis drehen.


Kommunikationsregeln

HALTUNG Ο Ich behandle meinen Gesprächspartner so, wie ich selbst behandelt werden will. Ο Nicht meine Gefühle, sondern mein Intellekt bestimmt meine Gesprächsführung. Ο Ich achte darauf, dass es im Gespräch immer zwei Sieger gibt, und nicht einen Sieger und einen Verlierer und damit langfristig zwei Verlierer. Ο Ich tue alles, um die Selbstachtung und das Selbstvertrauen auch meines Gesprächspartner zu erhalten.

FRAGEN Ο Ich stelle kurze, präzise Fragen. Ο Ich stelle keine Suggestivfragen.

ZUHÖREN Ο Ich zeige meinem Gesprächspartner Aufmerksamkeit (Blickkontakt und Sitzordnung). Ο Ich lasse meinen Gesprächspartner sprechen. Ο Ich wiederhole und fasse die Aussagen meines Gesprächspartners zusammen, um ihre Akzeptanz und Richtigkeit zu überprüfen.

FEEDBACK GEBEN Ο Ich beschreibe den Sachverhalt möglichst konkret („Ich habe gesehen“). Ο Ich beschreibe die eigenen Gefühle („Das hat auf mich so gewirkt“). Ο Ich informiere über die eigenen Wünsche („Deshalb wünsche ich mir“).

KONSTRUKTIVE KRITIK Ο Ich kritisiere die Sache, das Ergebnis – nicht die Person. Ο Ich mache Verbesserungsvorschläge.

SPRECHEN Ο Ich fasse mich kurz. Ο Ich gebe kurze, präzise Antworten. Ο Ich verwende „Ich-Botschaften“

BESONDERE METHODEN IM RAHMEN VON MODERATION O Paraphrasieren: Die Moderation gibt das Gesagte mit eigenen Worten wider. (“Wenn ich dich richtig verstehe...“, „Du sagst also...“ etc.) Dann Nachfragen bzw. Bestätigung abwarten Missverständnisse vermeiden, alle sind auf dem gleichen Stand (s.o. aktives Zuhören) O statement: Die Moderation artikuliert auftretende Emotionen. („Du fühlst dich missverstanden.“, „Ich sehe, dass Sie verärgert sind.“...) Wieder bestätigen lassen bzw. Widerspruch aufgreifen.  Soll der Person verdeutlichen, dass ihre Gefühle ernst genommen werden und diese gleichzeitig spiegeln.


Feedback

Feedback ist eine Mitteilung an eine Person, die diese Person darüber informiert, wie ihre Verhaltensweisen von anderen angenommen, verstanden und erlebt werden.

Die positive Wirkung des Feedbacks

• Es verstärkt positive Verhaltensweisen. • Es korrigiert Verhaltensweisen, die dem Betreffenden und der Gruppe nicht weiter helfen, oder die der eigentlichen Intention nicht genügend angepaßt sind. • Es klärt die Beziehung zwischen Personen und hilft, die anderen besser zu verstehen. • Wenn alle Gruppenmitglieder zunehmend bereit sind, sich gegenseitig solche Hilfen zu geben, so wachsen die Möglichkeiten des Voneinander-Lernens in erheblichem Maße. Nur auf diesem Weg ist es nämlich möglich, die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung systematisch zu vergleichen.

Ein effektives Feedback

• trennt Verhalten von Person • beschreibt Verhalten • ist spezifisch • kommt schnell und angemessen • bezieht den Sprecher mit ein • ist auf Klarheit ausgelegt • stellt wichtige Fragen • stellt Konsequenzen heraus • ist erwünscht • bezieht sich auf Verhalten, welches der Empfänger beherrscht • berücksichtigt die Bedürfnisse des Sprechers und Empfängers • bestätigt den Selbstwert des Empfängers • erkennt den Prozeß an

Regeln für den, der das Feedback erteilt

• bezieh dich auf konkrete Einzelheiten, auf Material der Hier- und Jetzt - Situation • unterwirf deine Beobachtung der Nachprüfung durch andere • gib deine Information auf eine Weise, die wirklich hilft • vermeide moralische Bewertungen und Interpretationen • biete deine Information an, zwing oder dräng sie nicht auf • sei offen und ehrlich • gib zu, daß du dich möglicherweise irrst • trenn das beobachtete Verhalten von deiner Interpretation und gib zuerst die Beobachtung und dann deine Interpretation weiter • verwende Ich- Botschaften • mach Vorschläge für Alternativen

[bearbeiten] Wie schreibe ich einen Antrag?

[bearbeiten] Wie finden wir Geld? ... Ihr braucht kein Geld!

[bearbeiten] Wie geben wir Informationen weiter?

[bearbeiten] Wie gestalte ich einen Infoversand?

[bearbeiten] Wie kommunizieren wir miteinander?

[bearbeiten] effektive Arbeit im Orgateam

[bearbeiten] Wo finden wir Partner und Unterstützer?

[bearbeiten] Projektmanagement II

[bearbeiten] Wie führe ich eine schriftliche Umfrage durch?

[bearbeiten] Aufbau und Struktur eines Fragebogens

Aufbau und Struktur eines Fragebogens

1. „Der Fragebogen muß kurz und präzise aufgebaut sein. Eine bis drei Seiten sind eine gute Länge, die die Befragten nicht abschreckt. 2. Die Fragen (und Antwortvorgaben bei geschlossenen Fragen) sind verständlich und „zielgruppengerecht“ zu formulieren. 3. In jeder Frage kann nur einen Sachverhalt behandelt werden. Falsch: Wie gefällt Ihnen unser Infoservice, und welche Verbesserungsvorschläge haben Sie? Richtig: 1. Wie gefällt Ihnen unser Infoservice? ◊ gut ◊ nicht so gut ◊ gar nicht ◊ weiß nicht Richtig. 2. Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie?

Keine Suggestiv- oder Unterstellungsfragen formulieren. Falsch: Finden Sie nicht auch, daß unsere neue Selbstdarstellungsbroschüre gelungen ist? Richtig: Wie finden Sie unsere neue Selbstdarstellungsbroschüre? Bei geschlossenen Fragen mit Alternativvorschlägen darauf achten, dass eine zusätzliche Kategorie angeboten wird, die eine andere Antwort als die vorgegebenen zuläßt. Beispiele: „Sonstiges“, „trifft alles nicht zu, weil ...“, „weiß nicht“.

Gestaltung des Fragebogens • übersichtlicher Aufbau, • optisch klare Gliederung, • nicht zu kleine Schrift verwenden, • sparsam und einheitlich mit Heraushebungen umgehen“

Vgl.: QS 19, S. 55

[bearbeiten] Wie vernetze ich Menschen?

[bearbeiten] Wie kommunizieren wir per E-Mail und über Mailinglisten?

Wie kommunizieren wir per E-Mail und über Mailinglisten? Zusammengestellt aus: das handbuch für regionale Servicestellen Jugendbeteiligung, Schüler- und Jugendinitiativen, Version 2, Hrsg: Servicestelle Jugendbeteiligung, 2005. E-Mails sind zwar äußerst schnell, einfach und praktisch aber sie können auch extrem nervig sein. Wenn man einige grundsätzliche Regeln beachtet, sollte alles glatt gehen:

  1. Unterscheide wichtiges von unwichtigem, was du weiterleitest. Ein Aufruf zu einer Spendenaktion kann informativ sein, allerdings sollte man auch überzeugt sein, dass sie real ist. Es gibt viele merkwürdige Texte, die als E-Mail durch das Internet kreisen. Viele handeln von armen Kindern in der dritten Welt, andere von Organspendeempfängern und wieder andere von ganz anderen Hilfen, wobei einem immer versprochen wird, dass mit jeder Mail die weitergeleitet wird eine Spende getätigt wird. Bitte solche Dinge, genauso schnell löschen oder zumindest nicht an öffentliche Mailinglisten schreiben, wie die Geschichte von den Aidsverseuchten Spritzen in Kinosesseln oder Rattenurin auf den Colabüchsen. All das ist völlige Fiktion und hat mit der Realität nichts zu tun. Bitte immer Leute darauf hinweisen die einem solche Sachen schicken und gegebenenfalls auf http://www.tu-berlin.de/www/software/hoax.shtml verweisen. Gegen Dinge wie Wunsch-Erfüllungsmails oder Segenssprüche des Dalai-Lama sowie andere Dinge in diese Richtung ist an und für sich nichts einzuwenden, aber bitte nur an Privatpersonen und nicht an Verteiler oder Kontaktpartner mit denen man privat eigentlich nichts zu tun hat. Weihnachtsgrüße und ähnliches sind über Mailinglisten eher die Ausnahmen. Was den Versand an das ganze Adressbuch angeht bitte 8.1 beachten!
  2. Schreibe Nachrichten kurz und prägnant. Pulitzer sagte dazu einmal ungefähr folgendes: „Schreibe kurz und sie werden es lesen, schreibe einfach und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft und sie werden es im Gedächtnis behalten!“ Dieser Satz sollte so ungefähr das Leitbild für E-Mails sein.
  3. Konzentriere dich auf ein Thema pro Nachricht oder wenn du über Mailinglisten schreibst, schreibe klar Strukturiert und eventuell mit kurzen Zitaten auf die du dich beziehst. Denn in Mailinglisten ist es den Leuten meist egal wie lang die Mail ist, die sie nicht interessiert, ganz im Gegensatz zu der Anzahl der Mails die sie nicht interessieren.
  4. Gib deiner E-Mail einen möglichst aussagekräftigen Betreff. Bsp: Wenn du ein Feedback brauchst, schreibe das in den Betreff zusammen mit der „Deadline“, z.B.: „Protokoll bitte bis 15.4. gegenlesen“
  5. E-mail nicht html-formatieren, sonst können nicht alle lesen, was du geschrieben hast oder haben merkwürdige Textdateien als Anhang. Zusätzlich fühlen sich manche Menschen durch aufwendige Hintergrundgrafiken, übertriebene Schriftgrößen und all zu viele Schriftfarben genervt.
  6. Anhänge nicht als .doc, sondern lieber .rtf (bei Word einstellbar) oder .pdf (gibt es kostenlose PDF-Export-Programme) speichern. Wenn die Formatierung des Textes nicht wichtig ist auch als .txt Bei allen Anhänge immer darauf achten, dass die Dateinamen eindeutig sind. So sollten Protokolle oder ähnliches immer mit Datum versehen sein und wenn mehrere Leute eine Datei überarbeiten, der eigene Name mit auftauchen, das erleichtert das sortieren. z.B.: Protokoll-Teamsitzung 29.02.2006.pdf regSJB_Konzept-Konzert_Paul.rtf
  7. Bevor du eine Mail mit Anhang verschickst, überprüfe, wie groß die Datei ist. Über 1 MB solltest du zuerst den Empfänger fragen, ob sein Postfach es „verkraftet“. Diese Regel gilt übrigens auch zu Zeiten von DSL und ISDN weiter. Meist sind heute Mails bis 15 MB kein Problem, aber gleichzeitig verzweifeln die Modembesitzer erst richtig. Allgemein gilt, bei Dateien die größer sind als 3 MB oder oft benötigt werden lieber auf einen Server stellen. Dazu eignen sich beispielsweise Groupwaretools bei Anbietern bei denen man auch Mailinglisten einrichten kann, wie Yahoogroups oder Domeus.
  8. Bei Mailinglisten: Wenn du auf eine Nachricht in einer Gruppe antwortest, überprüfe die Adresse. Schreibst du wirklich gerade an die Einzelperson oder doch an die ganze Gruppe? Manchmal ist es sinnvoll, wenn die ganze Gruppe die Kommunikation nachverfolgen und gegebenenfalls einschreiten kann. Allerdings werden ab einer Zahl von mehr als 20 Mitgliedern sich die Beschwerden sehr schnell häufen. Hier ist ein kluges abschätzen nötig. Genauso wichtig ist es, darauf zu achten, in größeren Mailinglisten keine Kontaktdaten ohne die Berechtigung der Besitzer zu verschicken, vor allem nicht dann, wenn du selbst keinen Überblick hast, wer in der Liste steht.
    1. Mails an mehrere Adressaten: Im Gegensatz zu Mailinglisten haben Mails an selbst erstellte Verteiler-Gruppen oder eine Sammlung bestimmter Adressen den Vorteil, dass man die Übersicht über die Leute behält, an die man schreibt. Sie haben aber auch einen ganz großen Nachteil. Ganz häufig wird bei einer Mail an das gesamte Adressbuch vergessen, dass man alle Mailadressen in der An:- bzw. in der CC:-Zeile einsehen kann. Viele Leute finden es nicht so schön, wenn ihre Mailadresse 200 Unbekannten angezeigt wird oder noch schlimmer, Leuten die sie kennen, die aber keine Adresse von ihnen haben sollten. Dafür gibt es einen ganz einfachen Trick, zumindest wenn man Outlook oder ähnliche Programme verwendet. In die An:-Zeile kommt nur die eigene Adresse als spätere Bestätigung und alle anderen kommen in die BCC:-Adressatenzeile. Bei Outlook ist diese Funktion etwas versteckt und zwar muss man dazu mittels eines Klicks auf das Feld „An:“ in die Adressbuchfunktion wechseln und schon findet man sie als 3. von drei Auswahlmöglichkeiten. Bei GMX oder anderen Web-Mailern gibt es die Funktion ebenfalls. Einfach mal ein bisschen suchen nach Blindkopie, BCC oder ähnlichem.
  9. Möchtest du einen Diskussionsbeitrag zu einer E-Mail leisten oder auf sie antworten, dann ändere nicht den Betreff. Hin und wieder, wenn die Diskussion, bzw. Beratung schon eine Weile geht kann es sinnvoll sein einige „AW:“ / „WG:“ / „RE:“ zu löschen, so dass man auch bei einem langen Prozess den ursprünglichen Betreff noch lesen kann. Ebenfalls wichtig, wenn du auf eine Mail antwortest, die im HTML-Format geschrieben ist, du sie aber in eine Textdatei formatierst, kann es passieren, dass man deine Antworten nicht mehr vom ursprünglichen Text trennen kann, da die unterschiedliche Farbe wegfällt. Das gilt vor allem für Leute, die gerne Zitieren oder in eine empfangene Mail schreiben, statt darunter oder darüber. Aber auch hier gibt es Abhilfe. So kann zum Beispiel ein markantes Zeichen eigene Einfügungen verdeutlichen. Abgesehen davon, dass diese einheitlich sein und eine gewisse Länge nicht unterschreiten sollten um aufzufallen, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ein paar Beispiele sind zum Beispiel: „<<<<< Antworttext“, „---> Antworttext“ oder für die HTML-Freaks „<Name> Antworttext“ Es sollte als verständlich angesehen werden, dass dies nur nötig ist, wenn das Mailprogramm den Text der beantworteten Nachricht nicht extra markiert oder man seine Antworten der Übersichtlichkeit herausstellen möchte.
  10. Ganz wichtig: Streite dich nicht über E-Mail und besonders nicht über Diskussionslisten – fühlst du dich angegriffen, so antworte persönlich oder ruf einfach mal an! Im allgemeinen gelten für Kritik erst recht die Feedbackregeln einer Diskussion, denn im Gegensatz zur Diskussion fallen in einer Mail Mimik und Gestik weg, weshalb schon eine ironisch gemeinte Floskel sehr schnell in einer Krise enden kann.
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